Kölner Oberbürgermeisterin ehrt IB-Mitarbeiter Adil Demirci

Nach 14 Monaten Zwangsaufenthalt in der Türkei ist der Kölner Journalist und Sozialarbeiter seit Juni wieder in Deutschland


Anlässlich eines Empfangs im Historischen Rathaus würdigte die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker den IB-Mitarbeiter Adil Demirci.

Am 17. Juni 2019 hatte Adil Demirci wieder nach Deutschland zurückkehren können.

Die Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, Henriette Reker, hat heute Adil Demirci wieder offiziell in seiner Heimatstadt Köln be­grüßt. "Wir freuen uns, Sie wieder in unserer Mitte begrüßen zu können", so Reker im Muschelsaal des Historischen Rathauses der Domstadt. "Ich kann nicht ermessen, wie schwierig es ist, auszuhalten, wenn man zu Unrecht eines Verbrechens angeklagt ist, das man nicht begangen hat und wie schwer es ist, den Glauben an ein gutes Ende nicht zu verlieren", sagte Reker. Mit seinem Durchhalten sei er unbeugsam für die europäischen Werte eingetreten und habe sich für den Erhalt der Demokratie in der Türkei eingesetzt.

Adil Demirci war unter dem Vorwurf der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung am 18. April 2018 in der Türkei festgenommen worden. Erst nach 14  Monaten Zwangsaufenthalt durfte er am 17. Juni 2019 wieder zurück in seine Heimat nach Deutschland. Im Februar 2019 war er auf Anordnung eines Gerichts in Istanbul aus der Haft entlassen worden, durfte aber erst zur Beerdigung seiner Mutter aus der Türkei ausreisen.

Adil Demirci ist Mitarbeiter des IB in Remscheid. Der IB hatte aus Solidarität mit Adil Demirci während seiner Abwesenheit seinen Arbeitsvertrag entfristet und das Gehalt weitergezahlt, die Mitarbeiter*innen wählten ihn außerdem in dieser Zeit in den Betriebsrat. Anke Brunn, bis Mai 2019 Mitglied im IB-Präsidium und die Vorsitzende des IB-Konzernbetriebsrats Dr. Sabine Skubsch hatten Adil Demirci mehrfach in Istanbul besucht und an den Gerichtsverhandlungen gegen ihn teilgenommen. „Wir sind unendlich erleichtert, dass dieses Drama auf diesem Weg zu Ende gegangen ist“, hatte sich Anke Brunn im Namen aller 14.000 Mitarbeiter*innen des IB nach der Ausreise von Adil Demirci gefreut. „Adil Demirci hatte Glück, dass er einen Arbeitgeber hatte, der immer solidarisch hinter ihm stand.“

Die IB-Präsidentin Petra Merkel dankte auch den vielen Unterstützerinnen*Unterstützern, die in den 14 Monaten dafür gesorgt hatten, dass das Schicksal von Adil Demirci nicht in Vergessenheit gerät.

Beim IB in Remscheid berät Adil Demirci junge Menschen bei der Integration in Deutschland.


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