EiBe - Eingangsbereich und Berufsbildungsbereich

Ambulante berufliche Bildung für Menschen mit Behinderung

Der Internationale Bund in Südniedersachsen führt in Kooperation mit der Elterninitiative ERIK aus Göttingen, der Agentur für Arbeit in Göttingen und verschiedenen Unternehmen das Eingangsverfahren und den Berufsbildungsbereich der WfbM als ambulantes Angebot durch.

„Eibe“ stellt eine Alternative zum Angebot einer WfbM dar, wird diese aber nicht ersetzen, da es nicht für alle Menschen mit Behinderung geeignet ist. Es richtet sich an Personen mit Assistenzbedarf, die durch geeignete, individuelle Maßnahmen einer Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt unter den besonderen Bedingungen des geschützten Rahmens nachgehen können.

Im Unterschied zur klassischen Werkstatt (WfbM) liegt der Schwerpunkt unseres ambulanten Angebotes auf der Förderung des Übergangs in den ersten Arbeitsmarkt unter den besonderen Bedingungen des geschützten Rahmens.

Der Ablauf

Was wird angeboten?

  • Gemeinsame Entwicklung von persönlichen Tätigkeitsperspektiven
  • Die Vorbereitung auf den Berufsbildungsbereich mit Jobcoaching
  • Mobilitäts- und Bewerbungstrainings
  • Schlüsselkompetenzen
  • fachtheoretische Einheiten
  • Teilqualifikationen der angestrebten Berufsbilder
  • begleitete Integration im Betrieb
  • regelmäßige Entwicklungsgespräche

Die Voraussetzungen

Bedarf

Durch die UN BRK (hier: Artikel 27 Arbeit und Beschäftigung) wird Menschen mit Behinderung das gleichberechtigte diskriminierungsfreie Recht auf Arbeit, die auf einem offenen inklusiven Arbeitsmarkt frei ausgewählt werden kann, zuerkannt. Mit der Ratifizierung der UN BRK hat sich Deutschland zu einem inklusiven Arbeitsmarkt verpflichtet, der Menschen mit Behinderung gleichberechtigte Chancen auf Ausbildung und Beruf gibt. Der Akzent, der durch die BRK gesetzt wird, macht deutlich, dass Menschen mit Behinderung eine Chance haben sollen, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einer Beschäftigung nachzugehen. Es geht darum, die Situationen und die Voraussetzungen zu verändern, um Wahlmöglichkeiten zu schaffen.

Die Umsetzung der UN BRK und die Schaffung von entsprechenden Rahmenbedingungen im Bereich Arbeit erfordert das Handeln aller Akteure.

Das Angebot basiert auf den Grundlagen:

  • des § 40 SGB IX – Leistungen im Eingangsverfahren und im Berufsbildungsbereich,
  • dem Fachkonzept der Bundesagentur für Arbeit für Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich in Werkstätten für behinderte Menschen (HEGA 06/2010 – Fachkonzept EV/ BBB)
  • der § 3 und 4 der Werkstättenverordnung und
  • dem Kooperationsvertrag mit der Elterninitiative ERIK

Die Zielgruppe

Personenkreis

Unser Angebot steht entsprechend ihrem Wunsch- und Wahlrecht allen Menschen mit Behinderung unabhängig von Art und Schwere der Behinderung offen, sofern erwartet werden kann, dass sie nach Teilnahme an Maßnahmen im Berufsbildungsbereich einer Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt unter den besonderen Bedingungen des geschützten Rahmens nachgehen können. Ist das nicht möglich, besteht für die Teilnehmer die Möglichkeit des Einmündens in eine kooperierenden Werkstatt.

Das Angebot gilt gleichzeitig für Mitarbeiter einer kooperierenden Werkstatt, die den Wunsch nach einer Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt äußern. Diesen wird im Rahmen der ambulanten beruflichen Bildung die Möglichkeit gegeben, ihre Eignung für eine Beschäftigung  auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu testen und sich beruflich zu erproben.

Die Ziele des Angebots

Das Angebot ist eine konkrete Maßnahme zur:

  • Förderung des Übergangs aus dem Berufsbildungs- und dem Arbeitsbereich der WfbM auf den allg. Arbeitsmarkt

 Darüber hinaus trägt das Angebot dazu bei:

  • Unternehmen für den Personenkreis der Menschen mit Behinderungen als wertvolle Arbeitnehmer zu sensibilisieren
  • Unternehmen für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung zu gewinnen und Beschäftigungsmodelle zu erproben und
  • weitere Unternehmen über Best practice im Land Niedersachsen für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung zu sensibilisieren.

Wir helfen bei Bedarf

  • bei der Beantragung
  • bei Formalitäten
  • bei der Verwaltung des Budgets
  • geben Hilfestellung
  • begleiten zu Terminen

Weitere Informationen

Wie wird es finanziert?

  • Über das persönliche Budgets aus Mitteln der Bundesagentur für Arbeit
Fördermöglichkeiten
Agentur für Arbeit

Kontakt

Standort

Betriebsstätte Göttingen
Greitweg 3
37081 Göttingen
Tel.: 0551 96232
Fax.: 0551 96225