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Blindenspezifische Betreuung

Angebot für Blinde- und Sehgeschädigte Senioren

Wir, die Pflegemitarbeiter des Altenpflegeheimes „Emanuel Gottlieb Flemming“, verstehen uns als erfahrene und kompetente Fachkräfte in den Bereichen Betreuung, Grund- und Behandlungspflege alter, kranker, blinder und sehbehinderter Menschen.

Die sozialen Rehabilitationsmaßnahmen für Blinde und Sehbehinderte bestehen – grob gegliedert – aus drei Bereichen:

  • der blindentechnischen Grundausbildung bzw. der Einweisung in sehbehindertenspezifische Techniken,
  • dem Orientierungs- und Mobilitätstraining,
  • den Übungen in lebenspraktischen und kommunikativen Fertigkeiten.

 

Die blindentechnische Grundausbildung, bzw. die Einweisung in sehbehindertenspezifische Techniken

Die neuen optischen und elektronischen Sehhilfen können auch in vielen Fällen von Sehverschlechterung bei älteren Menschen helfen. Es ist allerdings eine eingehendere Beratung bei der Auswahl und bei der Anleitung zum Gebrauch erforderlich, als Augenärzte und Optiker in der Regel leisten können. Beratung und Anleitung müssen unter besonderer Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse und Wünsche geschehen.

Pädagogische und psychologische Fachkenntnisse des Beraters sind hierbei unabdingbar. Dieser Bereich wird in der Fachwelt mit dem Begriff „Low-Vision-Beratung“ bezeichnet. Selbstverständlich ist diese Beratung nicht auf die Altersgruppe der älteren sehbehinderten Menschen beschränkt. Ältere sehbehinderte Menschen  bedürfen darüber hinaus eines individuell auf ihre Bedürfnisse abgestimmten Orientierungs- und Mobilitätstrainings sowie eines sogenannten Rehabilitationstrainings.

Das Orientierungs- und Mobilitätstraining

Das Orientierungs- und Mobilitätstraining soll den Betroffenen befähigen, sich in Räumen und im Straßenverkehr besser zu orientieren und sicherer zu bewegen, beginnend mit den Räumlichkeiten des Pflegeheims und der selbstständigeren Erschließung des Umfeldes im SRB.

Das Rehabilitationstraining bietet Hilfen an, den Alltag sicherer und selbstständiger zu bewältigen.

Übungen in lebenspraktischen und kommunikativen Fertigkeiten

Das Trainingsangebot umfasst die Bereiche „Lebenspraktische Fertigkeiten“ und „Kommunikationsfertigkeiten“.

Zu den lebenspraktischen Fertigkeiten gehören:

  • Kochen
  • Essensfertigkeiten
  • Haushaltspflege
  • Nähen
  • Kleiderpflege
  • Körperpflege
  • Häusliche Reparaturen.

Zu den kommunikativen Fertigkeiten gehören:

  • Umgang mit dem Telefon
  • Umgang mit Münzen und Geldscheinen
  • Umgang mit Körpersprache (Gestik und Mimik)
  • Umgang mit Schriftsystemen – Blindenschrift, Handschrift, Schreibmaschine schreiben
  • Umgang mit optischen Sehhilfen und Lesegeräten.

Für den einzelnen Rehabilitanden bestehen kein Programmzwang und keine Rangordnung bei der Auswahl der Trainingsbereiche. Die individuellen Bedürfnisse bestimmen Ablauf und Dauer eines Trainings.

 

Der Ablauf

Altenheime dienen der stationären Pflege und Betreuung und ermöglichen alten Menschen, einen würdigen Lebensabend zu verbringen. Unter Beachtung der individuellen Bedürfnisse der Bewohner/Innen und ihrer vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten bietet das Altenpflegeheim „E. G. Flemming“, orientiert an den Leitlinien der Altenhilfe des IB, die Voraussetzungen für ein weitgehend selbst bestimmtes Leben. Gegenseitiges Verständnis, einfühlsame Zuwendung und Achtung der Persönlichkeit bilden die Grundlage aller notwendigen Hilfen für die Lebensgestaltung der Bewohner/Innen. Adäquate Wohn- und Lebensformen, Pflege-, Betreuungs- und Versorgungsleistungen sowie eine blindenspezifische Unterstützung können dies gewährleisten.

Die Voraussetzungen

Die Aufnahme der Bewohner/Innen erfolgt unabhängig von der Nationalität, der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion, der geschlechtlichen Selbstbestimmung, der sozialen Stellung und der politischen Überzeugung.

Voraussetzung für das spezielle Angebot, Betreuung von sehgeschädigten und blinden Senioren, ist eine Aufnahme in unserer Einrichtung über das Vorliegen einer durch die jeweilige Pflegekasse bestätigte Pflegestufe und ein Vorliegen einer Sehbehinderung bzw. Erblindung.

Die Zielgruppe

Das spezielle Angebot des Altenpflegeheimes "Emanuel Gottlieb Flemming" richten sich an blinde oder sehgeschädigte Senioren.
 

Die Ziele des Angebots

Das primäre Ziel unserer pflegerischen Arbeit besteht darin, den uns anvertrauten Menschen in ihrem jetzigen Lebensabschnitt Ziele, Inhalte und Erfolge zu geben um neue oder andere Lebensqualitäten in den Mittelpunkt zu rücken und ihnen zu helfen, mit der veränderten Lebenssituation fertig zu werden. Das Ziel der Pflege-, Versorgungs- und Betreuungsleistungen im Altenpflegeheim „E. G. Flemming“ ist es, durch spezifische Hilfestellungen die Lebensqualität zu erhalten oder wieder zu entwickeln. Wir bieten unseren Bewohnern und Bewohnerinnen ein Zuhause, das auf die Individualität jedes Bewohners zugeschnitten ist.

 

 

Kontakt

Sven Rümmler

Standort

Seniorenzentrum «Emanuel Gottlieb Flemming» Altenpflegeheim / Betreutes Seniorenwohnen
Flemmingstr. 8, Haus 31
09116 Chemnitz
Tel.: 0371 3375140
Fax.: 0371 3375250
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