Gemeinschaftsunterkünfte

Region Brandenburg Nordost                                                                               Flüchtlingsarbeit

Die Bezeichnung Gemeinschaftsunterkunft beinhaltet die konzeptionelle Ausrichtung auf mehrere und unterschiedliche Zielgruppen, auf die nachfolgend näher eingegangen werden möchte.

Die aufzunehmenden Flüchtlinge und Asylsuchenden haben ethnisch, religiös, sprachlich und kulturell einen sehr heterogenen Hintergrund. Die größten Personengruppen kommen nach unseren Erfahrungen, aus den bestehenden Gemeinschaftsunterkünften, aus Afrika (Tschad, Somalia), vor allem aber aus Tschetschenien sowie aus den Krisengebieten im Nahen Osten (Iran, Irak, Afghanistan, Pakistan und Syrien).
Bei allen kulturellen Differenzen, auch bei Unterschieden der Religion und des individuellen Bildungsniveaus sowie Unterschieden in der Struktur familiärer Verbände und durchlebter traumatisierender Ereignisse gibt es jedoch Bedürfnissen, die bei allen Flüchtlingen in ähnlicher Form auftreten

Die neu zugewiesenen Familien bzw. Einzelpersonen werden im Büro von den Mitarbeiter/innen begrüßt. Diese stellen sich vor und erklären ihre Funktion.

Zeitnah, individuelle Gesichtspunkte berücksichtigend, wird mit ihnen ein Aufnahmegespräch geführt, in dem ihnen sowohl der Nutzungsvertrag als auch die Hausordnung, die Regeln des Zusammenlebens sowie der Ordnung und Sauberkeit in der Gemeinschaftsunterkunft erklärt werden. Außerdem werden sie mit den weiteren verfügbaren Örtlichkeiten, wie z.B. Waschmöglichkeiten für Wäsche, Kinderspielzimmer und Gemeinschaftsraum bekannt gemacht. Im Anschluss werden die Bewohner/innen in ihre Wohnräume, wobei auf die Heterogenität bei der Belegung Rücksicht  genommen wird, begleitet und mit dem Inventar vertraut gemacht.

Ziel der Gemeinschaftsunterkunft ist es, die Flüchtlinge, Asylsuchenden und Aussiedler/innen bei der Bewältigung ihrer vielfältigen Probleme zu unterstützen und ihren Lebensalltag in einer fremden und beengten Umgebung zu erleichtern.

Das migrationsspezifische Beratungs- und Betreuungsangebot soll der Gefahr von Resignation entgegenwirken, eine Orientierung in der für sie fremden gesellschaftspolitischen Umwelt geben und auf dem Grundsatz der Hilfe zur Selbsthilfe ein selbständiges Leben vorbereiten. Im Vordergrund stehen Fragen des Familienlebens, des Zusammenlebens in der Unterkunft, in der Kindertagesstätte, der Schule, Probleme der Gesundheit, Ernährung, Freizeitgestaltung und Gestaltung von sozialen Beziehungen im Wohnumfeld und zu den unmittelbaren einheimischen Nachbarn, speziell bei Kindern und Jugendlichen

Der Ablauf

Die Beratung und Betreuung der Flüchtlinge und deren Familien umfassen im Wesentlichen folgende Bereiche:
 

Wir unterstützen Menschen bei der Entwicklung ihres individuellen Lebensweges.

Dies bedeutet, dass sie alle Unterstützung erfahren für ihr Leben in Deutschland. Wenn sie in ihr Herkunftsland zurückkehren, sei es in freier Entscheidung oder aufgrund gesetzlicher Vorgaben, muss die Menschenwürde gewahrt werden und ihnen auch für diese Perspektive jede mögliche Unterstützung zuteil werden.

Unsere Angebote orientieren sich am Bedarf der Flüchtlinge.

Flüchtlinge brauchen mehr als ein Dach über dem Kopf.
Wir helfen sowohl beratend als auch mit ambulanten und stationären Angeboten. Dabei berücksichtigen wir den jeweils besonderen Bedarf von alleine angekommenen minderjährigen Flüchtlingen, Frauen, Männern, Paaren, Alleinerziehenden und Familien.
Wir begegnen ihnen auf Augenhöhe und unterstützen sie dabei, ein möglichst selbstständiges und selbst bestimmtes Leben zu führen.
Dazu gehört die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben beispielweise durch die Unterstützung bei Bildung und beruflicher Integration sowie durch Freizeitaktivitäten.

Unsere Angebote unterliegen der fortlaufenden Evaluation und Weiterentwicklung unter Anwendung eines anerkannten Qualitätsmanagement-Systems.

Die Ziele des Angebots

Nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ in einem individuell ganz unterschiedlich langen Weg sollen sie langfristig selbstbestimmt in einer eigenen Wohnung ihr Leben meistern, wohl wissend, dass es sowohl viele Unterstützungsangebote gibt als auch helfende Hände, welche ihnen bei der Inanspruchnahme der Angebote tatkräftig und uneigennützig zur Seite stehen.

Die Gemeinschaftsunterkunft soll nicht nur für die Bewohner sondern auch für die Bevölkerung „offen“ sein. Nur durch die Schaffung einer Willkommenstruktur, war und ist es möglich, sowohl eine Integration als auch eine gegenseitige Akzeptanz und Toleranz zu erreichen.

Kontakt

Eva-Maria Henckel

Standort

Region Brandenburg Nordost
Ziegelstraße 16
15366 Neuenhagen
Tel.: 03342 253870
Fax.: 03342 253815
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