„Es fällt mir sehr schwer, über die Zeit zu sprechen“

Adil Demirci über seine Haft in Türkei / Thiemo Fojkar: "Wir sind stolz auf einen solchen Kollegen"


Tränen der Freude nach der Rückkehr von Adil Demirci im Juni 2019

„Heute weiß ich, dass ich mich nicht mehr in mein „altes Leben“ zurückziehen kann und habe mich entschlossen, über meine Zeit in der Geiselhaft zu sprechen. Ich war und bin kein Einzellfall. Neben Hozan Cane, ihrer Tochter Gönül Örs und Bekir Topgider, die wie ich aus Köln kommen, befinden sich 59 deutsche Staatsbürger in türkischer Haft. Gegen 74 Menschen besteht weiterhin eine Ausreisesperre.“

Seit Sommer vergangenen Jahres ist der IB-Mitarbeiter Adil Demirci nach 14 Monaten Zwangsaufenthalt in der Türkei wieder zuhause in Deutschland. In einem bewegenden Artikel im Kölner Stadt-Anzeiger schildert er seine Eindrücke nach der Rückkehr, schreibt von der Trauer um seine Mutter, von der er sich vor ihrem Tod nicht mehr verabschieden konnte. „Ich habe mit unserem Kollegen im vergangenen Herbst unter vier Augen gesprochen und einen unglaublich bescheidenen und tapferen Mann kennengelernt“, so der IB-Vorstandsvorsitzende Thiemo Fojkar. „Mehr als ein halbes Jahr nach seiner Rückkehr hat er immer noch mit den Folgen seines Zwangsaufenthalts zu kämpfen. Ich bin zutiefst beeindruckt davon, dass er die Erinnerung an diejenigen wach hält, die die Türkei bislang nicht verlassen durften und dasselbe durchmachen müssen wie er. Wir sind stolz auf einen solchen Kollegen“, so Fojkar.


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