31.08.2017

Gemeinsame Ziele können im Bündnis besser erreicht werden

Warum der IB Mitglied im BBE geworden ist


Als bundesweit tätiger freier Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit versteht sich der IB als Teil der Zivilgesellschaft, der sich immer stärker zu gesellschaftspolitischen Entwicklungen zu Worte meldet. Wenn es um den drohenden Rückbau des Sozialstaats, die zunehmende Zahl der Flüchtlinge und ihre adäquate Betreuung und Bildung geht oder die Weiterentwicklung und Reformierung der Europäischen Union geht, bezieht der IB auch öffentlich Stellung.

Der IB steht als konfessionell nicht gebundener und überparteilicher Träger zu den Werten, wie sie in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und seinen Länderverfassungen ihren Niederschlag finden. Deshalb heißt es in seinen Grundsätzen:

„Der IB tritt für eine demokratische, solidarische und gerechte Gesellschaft ein, in der alle Menschen ihren gleichberechtigten Platz haben und niemand wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen, wegen seiner Behinderung, seines Alters oder seiner sexuellen Identität benachteiligt wird. Er trägt dazu bei, den Anspruch des Grundgesetzes auf sozial- und rechtsstaatliche Gestaltung des Gemeinwesens zu verwirklichen. Der IB ist der Überzeugung, dass Demokratie auf sozialen Grundwerten aufgebaut sein muss. Er tritt ein für einen Staat, der das Engagement und die Eigenverantwortung seiner Bürgerinnen und Bürger stärkt und aktiviert. Denken und Handeln im IB sind der aktiven Auseinandersetzung mit sich verändernden geistigen, sozialen, ökologischen, ökonomischen und politischen Anforderungen der Zeit verpflichtet. Im Prozess des gesellschaftlichen Wandels handelt der IB als eine aktiv mitwirkende Kraft. Entwicklungen zur Ausgestaltung und Sicherung einer freiheitlichen demokratischen und sozialen Gesellschaft werden auf nationaler und internationaler Ebene angestoßen und begleitet.“

Der IB sucht Bündnispartner wie das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement (BBE), um diese Anliegen und Werte besser und erfolgversprechender durchsetzen zu können. In diesem Sinne versteht sich der IB als Lobbyist für Themen von öffentlichem Interesse.

Der IB engagiert sich in zahlreichen nationalen, europäischen und internationalen Netzwerken, um diese Grundsätze mit Leben zu füllen. So ist der IB nicht nur Mitglied der Europäischen Bewegung Deutschland (EDB), im Europäischen Verband beruflicher Bildungsträger (EVBB) und dem Netzwerk SOLIDAR, sondern in diesen Zusammenschlüssen auch im Vorstand aktiv oder stellt den Vorstandsvorsitzenden.

In einem Bereich bürgerschaftlichen Engagements war der IB bereits seit den frühen 1960er Jahren Vorreiter: Ein Jahr bevor das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) 1964 in Deutschland gesetzlich verankert wurde, hat der IB diesen Freiwilligendienst schon in seinen Einrichtungen in Tübingen und Stuttgart eingeführt. Heute ist der IB mit mehr als 10.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern pro Jahr einer der großen bundesweit tätigen Träger der Freiwilligendienste in Deutschland.


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