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IB Lübeck

Die Hansestadt Lübeck trat im Jahr 1994, unter anderem vor dem Hintergrund mehre­rer Synagogen- und Kirchenbrände in Lübeck, an den Internationalen Bund mit der Bitte heran, im Stadtteil St. Lorenz Nord Straßensozialarbeit mit der Zielrichtung der Gewaltprävention bei Jugendlichen aufzubauen. Nach diesen An­fängen mit zwei Mit­arbeitern wurde die Straßensozialarbeit im Dezember 1996 dann auf den Bereich Kücknitz erweitert.

Immer wieder arbeitet der Internationale Bund punktuell und zeitlich befristet in Lübecker Stadtteilen, in denen soziale Netzwerke einen Bedarf an aufsuchender Arbeit feststellen, der über die herkömmlichen Strukturen nicht aufgefangen werden kann. So hat der IB bereits 2007 im Stadtteil St. Gertrud (Marli) ein befristet Projekt durchgeführt. Erneut wurde ab Frühjahr 2010 vorwiegend im Bereich des Meesenplatzes aufsu­chende Arbeit geleistet. Im Rahmen der Ausschreibung zur Erweiterung der Straßen­sozialarbeit bewarb sich der IB erfolgreich mit seinem Konzept von Streetwork/mobiler Jugendarbeit um weitere Aufgabengebiete, so dass der IB seit März 2012 den Auftrag der Ausweitung und Flexibilisierung dieses wichtigen Arbeitsfeldes erfüllen kann. Aktuell ist der IB mit der aufsuchenden Arbeit in den Stadtteilen St. Lorenz Nord, Kücknitz, Innenstadt, Buntekuh, Moisling und St. Gertrud regelhaft vertreten.

Im Rahmen eines Projektes „Soziale Stadt“ innerhalb des Wohngebietes Hude­kamp (Stadtteil Buntekuh) eröffnete der IB schließlich im Jahre 1999 aufbauend auf die vor Ort zuvor bereits durch Anwohner/innen geleisteten ehrenamtlichen Kinder- und Jugendar­beit den „Jugendtreff Hudekamp“. Durch eine enge Kooperation mit dem Jugendamt der Stadt Lübeck und den dortigen Wohnungsbauträgern bietet der IB hier wohnquar­tiernahe Angebote, wie etwa einen Computertreff für Ju­gendliche und junge Erwach­sene an.

Zusätzlich zur Straßensozialarbeit waren die Lübecker Mitarbeiter/innen auch immer wieder in der Internationalen Arbeit tätig. Es fanden u.a. mehrere Jugendgrup­pen-Fahrten nach Rumänien und Spanien statt und in 2017 ein Jugendaustausch mit Israel.

Der IB beteiligte sich in der Vergangenheit an dem Programm „ENTIMON“. Ziel dieses Pro­gramms war die Be­kämpfung sozialer Ausgrenzung durch Implementierung ei­nes lokalen Aktionsplanes unter dem Motto „Jugend für Toleranz und Demokratie — gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“. Zur Zeit führt der IB ein Projekt zur Prävention von Rechtsextremismus im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben“ durch.

Ein wichtiges Mittel zur Integration von Jugendlichen bilden bei der Straßensozi­alarbeit des IB stets sportliche Aktivitäten. So werden in zahlreichen Aktionen, wie etwa „Sport gegen Gewalt“, unter anderem Streetball-, Streetsoccer-, Reit-, Segel- und Tauchpro­jekte durchgeführt. In den Jahren 2008 bis 2011 kam zu diesen Aktivitäten noch das Projekt „Jugend im Spiel“ dazu. Dieses gliederte sich in ein gewaltprä­ventives und stadtteilorientiertes Projekt in Buntekuh sowie das Fanprojekt Lübeck, welches sich an fußballbegeisterten jungen Menschen, vorwiegend im Umfeld des VfB Lübeck, wendet. In der Folge gelang es, den in diesen vier Jahren erfolgreich gelungenen Aufbau der Arbeit des Fanprojektes für die folgenden Jahre zu verstetigen. Dazu gaben die drei Zuwendungsgeber Deutschen Fußball Bund (DFB), Land Schleswig-Holstein und Hansestadt Lübeck die Zusage zur Weiterfinanzierung des Fanprojekt Lübeck. Das Fanprojekt Lübeck arbeitet nach den Kriterien des „Nationalen Konzepts Sport und Sicherheit (NKSS)“ und hat in 2011 das Qualitätssiegel der Fanprojekte erhalten.

Ausgehend von den teilweise hohen Unterstützungsbedarfen bei den Jugendlichen und unter Einbeziehung der erfolgreichen Arbeit in den Hilfen zur Erziehung mit anderen Kommunen hat der Internationale Bund seit 2010 als weiteres Arbeitsfeld die ambulanten Hilfen nach § 27 ff SGB VIII.

Die Beteiligung in Ausschreibungsverfahren zu Maßnahmen der beruflichen Bildung führten dazu, dass der IB mit „Berufseinstiegsbegleiter*innen“ an zwei Lübecker Schulen vertreten ist. Zudem bietet er in der Förderung des Jobcenters die Maßnahme „Assistierte Ausbildung“ an.

 

Der IB in Lübeck verfügt über folgende Angebote:

Kontakt

Reiner Christ
Fax: 0451 3977899-10
IB Lübeck
An der Untertrave 77
23552 Lübeck
Fax.: 00451 3977899-10
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