Anlaufstellen für junge Migrantinnen und Migranten in Deutschland präsentieren sich der Öffentlichkeit


Am 1. März 2004 ist der Startschuss für bundesweite Öffentlichkeitsaktionen in den Jugendmigrationsdiensten gefallen. Ziel ist es, das neue Konzept und die Arbeitsschwerpunkte der "Jugendmigrationsdienste" (JMD) allen wichtigen Ansprechpartnern in den Kommunen sowie lokalen und regionalen Kooperationspartnern vorzustellen, die ebenfalls mit jungen Migrantinnen und Migranten zu tun haben. Die in der Bundesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit e.V. zusammengeschlossenen Trägergruppen - Arbeiterwohlfahrt, Evangelische Jugendsozialarbeit, Katholische Jugendsozialarbeit und Freie Trägergruppe (Internationaler Bund, Deutsches Rotes Kreuz und Paritätischer Wohlfahrtsverband) - betreiben seit mehr als 50 Jahren Einrichtungen, deren Ziel die Integration insbesondere junger Spätaussiedler und Spätaussiedlerinnen und seit 2001 aller jungen Menschen mit Migrationshintergrund ist. Im Jahr 2002 wurden in den bundesweit rund 380 Einrichtungen dieser Art rund 100.000 Jugendliche bei ihrer Integration in die bundesdeutsche Gesellschaft unterstützt. Allein der IB bietet an rund 100 Standorten seine Dienste in diesem Bereich an. Seit Anfang 2004 stehen die bisherigen Jugendgemeinschaftswerke vor einer neuen Herausforderung: der Umgestaltung in so genannte Jugendmigrationsdienste. Schwerpunkte der Umstrukturierung sind: * vorrangig gezielte und bedarfsgerechte individuelle Begleitung von nicht mehr schul-pflichtigen jungen Neuzuwanderern und Neuzuwanderinnen, * hierbei insbesondere sozialpädagogische Begleitung der Jugendlichen vor, während und nach dem obligatorischen Deutschkurs als ergänzende und flankierende Maßnahme, * Beratungsangebote für junge Menschen mit Migrationshintergrund, die bereits in Deutschland leben, aber einer unterstützenden Förderung bedürfen, * offene Gruppenarbeit unter Einbeziehung einheimischer Jugendlicher, * Mitarbeit bei der Entwicklung kommunaler Netzwerke, * Initiierung und Begleitung der interkulturellen Öffnung von sozialen Diensten und Ein-richtungen. Diese Umgestaltung kann aber nur dann gelingen und erfolgreich sein, wenn sie in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit den kommunalen Behörden und Kooperationspartnern vor Ort geschieht.

 

     
Grundlage für die Umstrukturierung sind die Grundsätze zur Durchführung und Weiterentwicklung des Programms „Eingliederung junger Menschen mit Migrationshintergrund“ im Kinder- und Jugendplan des Bundes (KJP) sowie die dazugehörigen Rahmenkonzepte, die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend veröffentlicht wurden. Die neuen Jugendmigrationsdienste werden damit ein gewichtiger Teil der Erstintegrationshilfen, die die Bundesregierung für junge Neuzuwanderinnen und Neuzuwanderer bereitstellt.


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