Bundesminister Wolfgang Clement: "Sie leisten eine immens wichtige Arbeit"


Die neue Arbeitsmarktpolitik im Rahmen der Hartz-Gesetze wird nicht funktionieren, wenn Träger wie der Internationale Bund (IB) sie nicht nachhaltig unterstützen und entsprechende Qualifikations- und Beschäftigungsangebote machen. Das sagte Bundesarbeitsminister Wolfgang Clement auf der Mitgliederversammlung des IB am 3. und 4. Juni in Köln.

 

Vor allem bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit sei der IB unverzichtbar. Clement lobte die "hervorragende Leistung" des gemeinnützigen Vereins in den vergangenen Jahrzehnten. "Sie leisten eine immens wichtige Arbeit, und die gemeinsame Aufgabe verbindet uns." 
Gleichzeitig forderte er den IB auf, etwas mehr Geduld zu haben, was die Umsetzung der Hartz-Gesetze angeht. Sicher fehle es da noch an der Feinabstimmung, räumte Clement ein. 
Der Präsident des IB, Bruno W. Köbele, hatte in Anwesenheit des Ministers gefordert, die Vergabepraxis der Bundesagentur für Arbeit für Maßnahmen der beruflichen Bildung zu überprüfen. Besonders schwierig, so Köbele, sei, dass sie jedes Jahr neu ausgeschrieben werden sollen und damit Träger wie der IB keine Planungssicherheit mehr hätten. Außerdem seien zu den aktuellen Preisen kaum mehr qualitativ anspruchsvolle und Erfolg versprechende Bildungslehrgänge anzubieten. Das habe allein beim IB, der Gehälter nach Tarif zahlt, zu Entlassungen im großen Stil geführt. Allein im vergangenen Jahr musste der bundesweit agierende Verein 700 Mitarbeiter abbauen.

Auch Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit, räumte in Köln ein, dass seine Behörde es Trägern wie dem IB "aktuell nicht einfach" mache. Wenn die Bundesagentur jedoch an dem Ziel festhalten wolle, jedem der zurzeit 635.000 Arbeitlosen unter 25 Jahren spätestens nach drei Monaten ein Integrationsangebot zu machen, sei sie dringend auf die Hilfe des IB angewiesen. Alt forderte Bildungsanbieter wie den IB auf, sich mit ihren langjährigen Erfahrungen noch stärker in die Diskussion um die richtige Arbeitmarktpolitik einzumischen und vor allem auf die regionalen Arbeitsgemeinschaften zuzugehen und ihnen eigene Angebote zu unterbreiten.

Auf dem Programm der Mitgliederversammlung des IB standen neben zahlreichen inhaltlichen Anträgen auch die Neuwahl des Präsidiums. Mit großer Mehrheit wurden der Präsident, Senator e.h. Bruno W. Köbele, ehemaliger Bundesvorsitzender der IG Bau-Steine-Erden, in seinem Amt bestätigt. Vizepräsidenten sind und bleiben Dr. Hans Arnold, die ehemalige Bundesministerin Dr. Christine Bergmann und Jürgen F. Weskott.


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