Der IB unterstützt den Aufbau sozialer Dienstleistungen in der Ostukraine

„Die bedürftigen Menschen in den Gebieten der Ostukraine dürfen nicht alleine gelassen werden.“

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Im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt der IB das Sonderhilfsprogramm Ostukraine. Ziel des Projekts ist es, die Bereitstellung von Gesundheits- und Sozialleistungen in den regierungskontrollierten Gebieten Donezk und Luhansk zu verbessern. Der IB berät bei der Identifizierung und Umsetzung von Pilotprojekten zur Verbesserung sozialer Dienstleistungen in Kooperation mit Lokalverwaltungen und zivilgesellschaftlichen Organisationen. Dabei wird auch die Entwicklung eines online basierten Fachaustauschs und der fachlichen Weiterbildung zum Thema Soziale Dienstleistungen aufgebaut und die Beratung von GIZ-Mitarbeitenden unterstützt.

Die Regionen (Oblaste) Donezk und Luhansk sind von dem 2014 ausgebrochenen bewaffneten Konflikt in der Ostukraine direkt betroffen und leiden am stärksten unter dessen Folgen. Die regierungskontrollierten Gebiete wurden durch den Konflikt von den urbanen Zentren der beiden Oblaste und damit auch von zentralen Einrichtungen der Versorgung mit Gesundheits- und Sozialleistungen abgeschnitten. Sie sind überwiegend ländlich geprägt, strukturschwach, dünn besiedelt und litten schon vor dem Konflikt unter  hoher Abwanderung und einer überalterten Bevölkerung. Zu den dort lebenden 3,5 Millionen Menschen sind seit Ausbruch des Konfliktes rund 840.000 Binnenvertriebene hinzugekommen, zwei Drittel davon sind im Rentenalter. Wöchentlich pendeln zudem rund 200.000 Menschen in die regierungskontrollierten Gebiete. Durch den andauernden Konflikt und dessen wirtschaftliche und soziale Folgen verschärft sich die humanitäre Situation zunehmend. Betroffen sind insbesondere ältere und kranke Menschen, Alleinerziehende (meist Frauen), Binnenvertriebene und Menschen mit Behinderungen, die in hohem Maße von sozialen Leistungen abhängig und auf medizinische Versorgung angewiesen sind. „Die bedürftigen Menschen in den Gebieten der Ostukraine dürfen nicht alleine gelassen werden. Wir müssen die Versorgung der Menschen mit einer guten sozialen Infrastruktur ausreichend unterstützen. Der IB ist seit vielen Jahren in der Ukraine aktiv und daher ist es uns ein besonderes Anliegen in dieser Situation zu unterstützen“, bekräftigt Karola Becker, als Mitglied des IB-Vorstandes zuständig für die Internationale Zusammenarbeit.

 


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