Deutliche Worte von Klaus Wowereit bei Mitgliederversammlung des IB in Berlin:

Jetzt nicht auszubilden wäre fatal!


60 Jahre Internationaler Bund / Gastredner loben Engagement des Vereins

Die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise werden heute und morgen auf der Mitgliederversammlung des Internationalen Bundes (IB) am 26. und 27. Juni 2009 in Berlin diskutiert. Allerdings geht es dem IB weniger um die Lage von Unternehmen und Betrieben. Vielmehr sieht er die Gefahr, warnt Bruno W. Köbele, Präsident des IB e.V., dass die Jugendlichen zu den größten Verlierern der aktuellen Krise gehören. Bereits jetzt sind nach offiziellen Schätzungen 1,5 Millionen junge Erwachsene ohne Berufsabschluss. Wenn die Unternehmen wegen der Krise nicht mehr oder deutlich weniger ausbilden, fehlten der Wirtschaft später dringend benötigte Fachkräfte. Auch in schwierigen Zeiten müssten Politik und Unternehmen an einem Strang ziehen und so viele junge Menschen wie möglich ausbilden, forderte Köbele. Der IB als einer der größten Anbieter beruflicher Bildung in Deutschland könne hier mit seinem Know-how und Experten, die in über 100 Berufen qualifizieren, professionell helfen.

Der IB ist mit seinem eingetragenen Verein und seinen Gesellschaften einer der großen freien Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit in Deutschland. Jährlich helfen rund 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 700 Einrichtungen an 300 Orten 350.000 Menschen bei der persönlichen und beruflichen Lebensplanung.

Auch der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, unterstützte den IB heute in seiner Ansprache vor den Mitgliedern des Vereins im Berliner Maritim-Hotel bei seinen Forderungen nach größeren Ausbildungsanstrengungen. „Selbst in der aktuellen Wirtschafts- und Finanzkrise müsse die Ausbildung von jungen Leute im Mittelpunkt stehen“, so Wowereit. Gleichzeitig schlug er einen großen geschichtlichen Bogen. Bei der Gründung des IB im Jahr 1949 sei es um die Integration von Jugendlichen gegangen, die durch den Krieg heimatlos geworden waren. Heute müsse es darum gehen, jeden Jugendlichen in die Berufswelt zu integrieren. Eine Nation wie Deutschland könne es sich nicht erlauben, auch nur einen einzigen Jugendlichen aufzugeben und ihm keine Integrationschance zu geben. Er sei sich sicher, so Wowereit, dass der IB auch in den nächsten 60 Jahren nicht dabei nachlassen werde, jungen Menschen diese wichtigen Integrationschancen zu vermitteln.

Der IB hat sich in den sechs Jahrzehnten seiner Existenz immer wieder neuen Herausforderungen gestellt. Auch in der aktuellen Krise ist er gut aufgestellt, so der IB-Vorstandsvorsitzende Werner Sigmund. Der Umsatz der IB-Gruppe stieg von 491 Millionen Euro im Jahr 2007 auf 531 Millionen im Jahr 2008. Für das laufende Jahr rechnet Sigmund mit stabilen Umsätzen. „Wir müssen aktiv bleiben, um die aktuellen Herausforderungen meistern zu können“, so der IB-Vorstandsvorsitzende.

Zur Mitgliederversammlung ist auch wieder der jährliche Geschäftsbericht des IB erschienen. Er kann von der Internet-Seite des IB unter Publikationen herunter geladen werden.

Zu den Gastrednern zählten neben Wowereit auch der Staatssekretär im Bundesjugendministerium, Dr. Hermann Kues und der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise.


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