Deutsche sind für Rechtsanspruch auf Weiterbildung

Aktuelle Umfrage des ifo-Instituts belegt Forderung des IB


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77 Prozent der Deutschen sind für einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung, 63 Prozent für verpflichtende jährliche Weiterbildungen für Arbeitnehmer*innen in Berufen, die vom Strukturwandel besonders betroffen sind. Zu diesem Ergebnis kommt das ifo Bildungsbarometer 2022, für das mehr als 4.000 Erwachsene in Deutschland befragt wurden.

Die Auswirkungen des Strukturwandels sehen die Deutschen eher negativ: 54 Prozent meinen, dass es durch den Strukturwandel mehr Verlierer*innen als Gewinner*innen gibt. Allerdings sehen sich selbst nur 27 Prozent auf der Verliererseite. Dies spiegelt sich auch beim Bedarf an beruflicher Weiterbildung wider: 62 Prozent der Befragten denken, dass der Bedarf für alle Arbeitnehmer*innen zunehmen wird. Jedoch gehen nur 48 Prozent davon aus, dass dies für Personen im eigenen Beruf der Fall sein wird. Beim eigenen Weiterbildungsbedarf ist die Einschätzung gespalten: 43 Prozent sehen für sich selbst eine große Notwendigkeit, an einer beruflichen Weiterbildung teilzunehmen; 38 Prozent sehen das für sich selbst nicht so. Mehr als drei Viertel der Befragten sind darüber hinaus dafür, Weiterbildungen mit einheitlichen Zertifikaten und vergleichbaren Abschlussprüfungen zu erarbeiten.

„Die große Zahl der Beschäftigten in diesem Land, die Weiterbildung wertschätzen und bereit sind, dazu zu lernen, ist außerordentlich erfreulich“, sagt der IB-Vorstandsvorsitzende Thiemo Fojkar. „Als großer Anbieter im Bereich berufliche Bildung greifen wir die Ergebnisse der Umfrage gerne auf und werden sie dazu nutzen, uns noch stärker als bisher für einen Rechtsanspruch auf Weiterbildung einzusetzen. Man kann es nicht oft genug sagen: Als rohstoffarmes Land sind wir auf qualifizierte Mitarbeiter*innen in den Betrieben angewiesen, die die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland sichern helfen. Die Beschäftigten haben das offenbar verstanden. Jetzt muss die Politik das auch noch verstehen und endlich den Rechtsanspruch einführen“, so Fojkar abschließend.


 

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