"Deutschland braucht einen Bildungsstaatsvertrag"

Bildungserfolg und soziale Herkunft müssen von einander entkoppelt werden

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Der IB unterstützt die gemeinsame Forderung des Bundesverbands der Mittelständischen Wirtschaft, der Bildungsallianz und des Deutschen Realschullehrerverbandes nach einem Bildungsstaatvertrags in Deutschland. Angesichts der Zahlen im aktuellen Bildungsmonitor der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft muss endlich Schluss sein mit bildungspolitischen Sonntagsreden oder Vereinheitlichungsphantasien, so die drei Partner. Insbesondere das Bürokratiemonster Digitalpakt Schule müsse schnell und unkompliziert in sofortige Direktzahlungen an die einzelnen Schulen umgewandelt werden. Dazu gehörten auch rechtssichere, flächendeckende Lernplattformen. Gefordert wird jetzt ein Bildungsstaatsvertrag, der für die nächsten zehn Jahre Gültigkeit haben soll. Der IB unterstützt als Mitglied im erweiterten Vorstand der Bildungsallianz und als Mitglied im Bundesvorstand des Mittelstandverbands die Forderung der drei Verbände. Die drei Verbände fordern die Politik auf, endlich die Unterfinanzierung des Bildungssystems zu beheben, indem ein Prozent des Mehrwertsteueraufkommens zusätzlich in Bildung investiert wird. Damit könnten in zehn Jahren rund 100 Milliarden Euro in die Bildung fließen, die dringend notwendig sind und beispielsweise für ein umfassendes Schulstipendium ausgegeben werden könnten. Gefordert wird auch eine bundesweite Qualitätsoffensive zur Stärkung von Haupt- und Realschulabschlüssen und der Beruflichen Bildung. Gebraucht werden gute Master und gute Meister. Dafür müssen Haupt-, Real- und Berufsschulen in Deutschland gestärkt werden. Ein guter mittlerer Schulabschluss müsse in Deutschland wieder wertgeschätzt werden. „Die Gesamtschulen sind ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Gymnasium und Real- und Hauptschulen. Ihnen muss als solches besonders Augenmerk gewidmet werden“, ergänzt der IB-Vorstandssvorsitzende Thiemo Fojkar. „Als großer Bildungsträger in Deutschland werden wir uns jedenfalls auch in Zukunft mit aller Macht dafür einsetzen, dass ein Bildungserfolg und die soziale Herkunft von einander entkoppelt werden“, so Fojkar abschließend.


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