"Die Beseitigung von Kinderarmut ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe"

Arbeits- und Sozialminister*innen der Länder fordern eine Kindergrundsicherung auf Bundesebene


Die Arbeits-und Sozialminister*innen der Bundesländer haben nach Angaben des Deutschen Kinderschutzbundes anlässlich ihrer gestrigen Konferenz die Bundesregierung aufgefordert, eine Kindergrundsicherung auf Bundesebene einzuführen.

Zum Hintergrund: Die Zahl armer oder von Armut bedrohter Kinder nimmt in Deutschland seit Jahren zu. Aktuell gelten drei Millionen Kinder und Jugendliche als arm – dies ist jedes fünfte Kind. Damit sind die Chancen auf ein gutes Aufwachsen in Deutschland von Geburt an ungleich verteilt. Das Problem der Kinderarmut lässt sich nachhaltig weder über die Erhöhung des Kindergeldes noch über die Ausweitung des Kinderzuschlags oder über eine Erhöhung der Regelsätze in der Grundsicherung lösen. Das Bündnis Kindergrundsicherung fordert entsprechend schon lange den politischen Mut für eine Gesamtlösung.

„Ein reiches Land wie Deutschland muss alles daran setzen, dass Kinderarmut als gesamtgesellschaftliche Aufgabe begriffen wird“, fordert der IB-Vorstandsvorsitzende Thiemo Fojkar. „Es muss uns gelingen, dass Kinder einen besonderen Schutz genießen. Dazu gehört nicht nur zum Beispiel das Recht auf körperliche Unversehrtheit, gleichberechtigte Teilhabe an Bildung besonders in diesen herausfordernden Zeiten, sondern auch die materielle Grundversorgung, damit sie die Chance haben, am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können und nicht ausgeschlossen werden. Diese Kinder liegen uns besonders am Herzen. Für uns als IB ist es wichtig, dass wir uns gerade für diese Kinder einsetzen, um ihnen eine Lebensperspektive zu eröffnen. Diesem Ziel fühlen wir uns insbesondere in unseren Kindertagesstätten verpflichtet. Kinder dürfen nicht gleich zu Beginn ihres Lebens abgehängt werden, sondern müssen eine realistische Chance haben, sich entsprechend ihrer persönlichen Fähigkeiten frei entwickeln zu können. Armut darf Kinder nicht zu Verlierern der Gesellschaft machen.“ Der IB unterstützt entsprechend den Vorstoß der Arbeits- und Sozialminister*innen und hofft auf eine baldige Umsetzung.


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