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„Ein generelles Verbot löst keine Probleme“

IB unterzeichnet Positionspapier zum Thema Jugendliche und Social-Media

Junge Frau schaut auf ein Smartphone in ihrer Hand.
Jugendliche am Mobiltelefon: Der Internationale Bund (IB) spricht sich für Befähigung statt pauschaler Verbote im Umgang mit sozialen Medien aus. Foto: Hans Scherhaufer

„Befähigen statt verbieten“ – so lautet die Haltung des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit in seinem aktuellen Positionspapier zur Nutzung sozialer Medien durch Jugendliche. Der Internationale Bund (IB) ist Mitglied der Arbeitsgruppe Digitalisierung des Verbundes und hat das Dokument mitunterzeichnet.

Der IB sowie die weiteren Unterzeichner*innen halten ein generelles Social-Media-Verbot für den falschen Ansatz. Ein generelles Verbot des Zugangs zu Social-Media-Angeboten für junge Menschen sei der falsche Weg; Schutz, Befähigung und Teilhabe müssten im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention ausbalanciert werden, so das Papier. Verbote schränkten den Zugang zu Informationen, digitalen Räumen und gesellschaftlicher Teilhabe ein und verhinderten die Chance, Medienkompetenz zu entwickeln. 

Plattformregulierung, Prävention und gezielte pädagogische Begleitung wären wirksamer

Gleichzeitig betonen die Verfasser*innen, dass Risiken wie Cybermobbing, problematische Inhalte oder Suchtgefahren ernst genommen werden müssen – pauschale Verbote seien jedoch keine Lösung, sondern wirksame Plattformregulierung, Prävention und gezielte pädagogische Begleitung.

Junge Menschen müssen befähigt werden, digitale Räume selbstbestimmt und sicher zu nutzen. Ein generelles Verbot löst keine Probleme, sondern beraubt Jugendliche wichtiger Lern- und Teilhabechancen. 

Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des IB

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