Größte bundesweite Untersuchung über Effizienz beruflicher Weiterbildung ausgewertet


"Die Berufliche Weiterbildung ist wesentlich besser als ihr Ruf." Das ist die Quintessenz einer vom Bundesverband der Träger beruflicher Bildung/Bildungsverband e.V. (BBB) in Auftrag gegebenen Untersuchung, die heute auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt wurde. "Zur Zeit wird die berufliche Weiterbildung eklatant zurückgefahren. Das ist nicht nur sachlich eine falsche Entscheidung. Es steht auch im Widerspruch zum gesetzlichen Auftrag des SGB III: Arbeitslosigkeit verhindern und Beschäftigungsfähigkeit durch Erhalt und Ausbau von Kenntnissen, Fertigkeiten und Fähigkeiten fördern", sagte Werner Sigmund, Vorstandsvorsitzender des Internationalen Bundes (IB) und Mitglied des BBB-Vorstandes.

 

Der BBB hatte im Frühjahr 2003 ein unabhängiges Forschungsinstitut damit beauftragt, eine Verbleibsstudie durchzuführen. In der bis dahin einzigartigen bundesweiten Untersuchung dieser Größenordnung wurden 32.000 Absolventen von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen befragt. Zwei wesentliche Ergebnisse dieser Studie hätten deutlich gemacht, dass man berufliche Weiterbildung als arbeitsmarktpolitisches Instrument nicht pauschal aburteilen könne, so Sigmund: 
* Der Integrationseffekt von beruflicher Weiterbildung sei wesentlich höher als in den Eingliederungsbilanzen der Bundesagentur ausgewiesen. Vorausgesetzt, es würden Maßnahmen ausgewertet, die von qualitätsorientierten Bildungsanbietern durchgeführt würden. 
* Die Nachhaltigkeit beruflicher Weiterbildung müsse im Hinblick auf die dauerhafte Beschäftigungsfähigkeit deutlich besser eingestuft werden als bisher angenommen. 
Im Zuge der Reform der Arbeitsmarktpolitik habe die berufliche Weiterbildung als arbeitsmarktpolitisches Instrument massiv an Bedeutung verloren. Die Teilnehmerzahlen seien im Jahr 2003 kontinuierlich gesunken, die Eintritte seien gegenüber 2002 um rund die Hälfte zurückgegangen. Begründet würde dieses planmäßige Zurückfahren seitens der Politik und der Bundesagentur für Arbeit mit der Behauptung, berufliche Weiterbildung sei ein vergleichsweise ineffektives Instrument der Arbeitsmarktpolitik. 
"Mit dieser Politik bleiben die Schwächsten auf der Strecke", betonte Sigmund. "Wir sehen ganz klar, dass die Eingliederungsquote in den Ersten Arbeitsmarkt bei staatlich anerkannten Abschlüssen am höchsten ist", ergänzte der IB-Vorstandsvorsitzende.

     
Der Bundesverband der Träger beruflicher Bildung (BBB), kurz Bildungsverband, ist ein Zusammenschluss maßgeblicher Anbieter von Bildungsprogrammen in Deutschland. In seinen Mitgliedsverbänden helfen jährlich Tausende von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Menschen mit qualitätsgeprüften Aus- und Weiterbildungen bei der Verbesserung ihrer beruflichen Chancen.


 

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