IB fordert Bildungswende mit ganzheitlichem Ansatz

Aufwertung der dualen Berufsausbildung gegenüber einem Studium reicht nicht aus


Foto: Daria Shevtsova / pexels.com

Der Internationale Bund (IB) unterstützt die Forderung von Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), nach einer „Bildungswende“. Im Handwerk fehlen inzwischen rund 250.000 Fachkräfte. Vor diesem Hintergrund dürfe es „keine Zweiklassengesellschaft in der Bildungspolitik mehr geben“, hatte Wollseifer festgestellt. Das Handwerk biete nach Angaben des Handwerks-Präsidenten zwar schon seit Jahren Tausende Ausbildungsplätze und damit Ausbildungschancen an. Diese werden aber von den jungen Leuten nicht genutzt. Gefordert sei daher eine Bildungswende hin zu einer stärkeren Anerkennung und Wertschätzung der beruflichen Bildung gegenüber der akademischen Bildung.

„Eine Aufwertung der Berufsausbildung allein hilft nicht aus der Fachkräftekrise heraus. Es bedarf eine Bildungswende mit ganzheitlichem Ansatz“.

Zur Aufwertung der beruflichen Bildung gegenüber der Hochschulausbildung ist in den vergangenen Jahren schon viel unternommen worden. So hat die Bundesregierung über die Novelle des Berufsbildungsgesetzes 2020 neue Aufstiegs-Fortbildungsabschlüsse wie „Bachelor Professional“ und „Master Professional“ geschaffen, die eine Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung transparenter machen.

„Wir begrüßen vor allem die Forderung nach einer bundesweiten Berufs- und Studienorientierung, die sich dann aber auch auf die Gymnasien und weiterführende Schulen der Sekundarstufe II erstrecken muss. Die jungen Menschen müssen einen realistischen Überblick über ihre persönlichen und beruflichen Erfolgschancen bekommen. Nur so erreicht man die jungen Menschen und steigert die individuelle Wertschätzung der beruflichen Ausbildung“, sagt der IB-Vorstandsvorsitzende Thiemo Fojkar.

Umgekehrt muss es auch ein Bewusstseinswandel in der Wirtschaft geben. Die Berufsausbildung als traditioneller Weg zur Gewinnung von Fachkräften kann nicht mehr die alleinige Antwort sein. Vielmehr müssen die Unternehmen eine nach Ansicht des IB eine neue Weiterbildungskultur entwickeln. „Nur durch Aus- und Weiterbildung zusammen wird es gelingen, die Herausforderung erfolgreich zu bewältigen, vor denen wir angesichts der technologischen, demografischen und ökologischen Transformation stehen, so Fojkar.


 

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