IB kämpft politisch gegen Kürzungen beim „Respekt Coaches“-Programm

Für die Maßnahmen gegen Rechtsextremismus, Diskriminierung und Rassismus fehlen 15 Millionen Euro


Von links nach rechts die Bundestutoren*Bundestutorinnen für das JMD-Programm: José Torrejón, (BAG KJS) Jochen Kramer (IB), Talibe Süzen (AWO), Walter Weissgärber (BAG EJSA). Foto: Kathrin Leisch

Der Internationale Bund (IB) setzt sich politisch gegen Kürzungen bei den „Respekt Coaches“-Programm des Bundes ein. Es gehört zum Bundesprogramm der Jugendmigrationsdienste (JMD) und wird mit insgesamt 36 Millionen Euro gefördert. Als eine von vier großen Trägergruppen partizipiert auch der IB mit mehr 70 Vollzeitstellen an 60 Standorten. An etwa 100 Schulen führen die Fachkräfte mit Schüler*innen Maßnahmen zur Demokratieförderung durch. Inhaltlich werden Themen wie Rassismus, Diskriminierung und Gerechtigkeit wie auch der Ukraine-Krieg behandelt. So wird extremistischen Tendenzen und Verschwörungsmythen präventiv begegnet und der gesellschaftliche Zusammenhalt gestärkt.

Aufgrund der guten und wirkungsvollen Arbeit der „Respekt Coaches“ wurde das Programm 2021 um 15 Millionen Euro aus dem Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung von Rechtsextremismus von 21 Millionen auf 36 Millionen Euro aufgestockt. Dabei wurde dem IB zugesichert, dass diese bedeutende Aufstockung bis 2024 bestehen bleibt. Doch obwohl die neue Bundesregierung sich im Koalitionsvertrag zur Verstärkung des Kampfes gegen Rechtsextremismus bekannt hat, wurden eben diese 15 Millionen Euro nicht wieder in den Haushalt eingestellt. Sollte sich an dieser Situation nichts ändern, muss der IB Mitte des Jahres unweigerlich sein Engagement in dem Programm zurückbauen.

Eine Investition in die Jugendmigrationsdienste ist eine Investition in Deutschlands Zukunft

Um genau dies zu verhindern, setzt sich der IB in Abstimmung mit den anderen drei Trägergruppen in Gesprächen mit Abgeordneten des Bundestags für die Wiedereinstellung und eine langfristige Absicherung dieser Mittel ein. Bereits in den vergangenen Tagen fanden Gespräche dazu statt. Darüber hinaus wohnten heute etwa 20 Abgeordnete oder ihre Vertretungen dem Parlamentarischen Frühstück zum Thema bei. Jannis Plastargias vom JMD des IB in Frankfurt stellte seine Arbeit exemplarisch dort vor.

Eine Abgeordnete erklärte, dass Sie bereits Einspruch gegen die Kürzung erhoben hat und sich für eine Wiedereinstellung einsetzt. Auch weitere Anwesende zeigten sich angesichts der Situation fassungslos.

Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des IB: „Diese Kürzung ist nicht nachvollziehbar. Aktuell wird durch die Respekt Coaches auch der Ukraine Krieg in Schulen behandelt. Das Programm leistet somit auch einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und zur Wahrung des sozialen Friedens in Deutschland. Wir werden auf Bundesebene und lokal weitere Gespräche anstoßen und bis zur Entscheidung Mitte Juni für den Erhalt der Mittel kämpfen! Eine Investition in die Jugendmigrationsdienste ist eine Investition in die Zukunft Deutschlands!“


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