IB: Teilqualifizierungen sind ein gutes Mittel gegen den Fachkräftemangel

Bertelsmann-Studie: Unterteilung in Fach- und Hilfskräfte macht keinen Sinn mehr


Der Internationale Bund (IB) weist darauf hin, dass Arbeitnehmer*innen sowie kleine und mittlere Unternehmen von der Förderung für Teilqualifikationen profitieren können. Foto: IB

Der Internationale Bund (IB) weist auf die Möglichkeit hin, den Fachkräftemangel der deutschen Wirtschaft mit Teilqualifizierungen zu bekämpfen. In einem aktuellen Beitrag für das Fachmagazin „Der Mittelstand“ (S. 86 f) erläutert Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des IB, diese für Unternehmen und Beschäftigte gleichermaßen interessante Variante.

Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung macht die traditionelle Unterteilung in ausgelernte Fachkräfte und ungelernte Hilfskräfte heute keinen Sinn mehr. Arbeitnehmer*innen müssen nicht mehr zwingend ein klassisches Berufsbild in gesamter Breite abdecken. Vier von fünf Unternehmen sind demnach bereit, Personen einzustellen, die keinen vollen Berufsabschluss haben.

Voraussetzung dafür ist, dass sie Teilqualifikationen absolviert haben. Diese sind eine besondere Art der beruflichen Weiterbildung für Erwachsene. Das gesamte Berufsbild, also alle Inhalte des üblichen Ausbildungsumfangs werden auf fünf bis acht Module verteilt. Diese dauern zwischen zwei und sechs Monaten mit Praxis und Theorie. Jedes von ihnen deckt ein mögliches Einsatzfeld ab und endet mit einer Prüfung.

Kleine und mittlere Unternehmen finden somit günstig und schnell Personal mit den Kompetenzen, die sie individuell benötigen

Das lohnt sich besonders für kleine und mittelgroße Betriebe. Auf diese Weise kann bedarfsgerecht und passgenau Personal rekrutiert werden. Der Zeitaufwand ist zudem geringer als bei Umschulungen und kann oft bereits vor Eintritt ins Unternehmen realisiert werden. Anders als bei Anpassungsfortbildungen sind die erworbenen Kompetenzen transparent. Die Umsetzung kann durch Bildungsdienstleister erfolgen, sodass kein eigenes Personal gebunden wird.

Das Niveau der Teilqualifizierungen ist durch die amtlichen Ausbildungspläne gesichert. Zudem gibt es am Bildungsmarkt anerkannte Standardisierungssysteme, zum Beispiel „MyTQ“ des Bundesverbands der Träger beruflicher Bildung e. V. (BBB). Dank Förderprogrammen übernimmt der Staat Teile der Kosten – je kleiner ein Unternehmen, desto mehr Zuschuss gibt es.

„Die Transformation der Arbeitswelt macht es nötig, aus alten Denkmustern auszubrechen und Kompetenzen flexibel zu vermitteln. Die Teilqualifizierungen sind hier ein gutes Beispiel. Mit Ihnen kommen auch kleinere und mittlere Unternehmen schnell und kostengünstig an Mitarbeitende, die genau das können, was individuell gebraucht wird“, sagt Thiemo Fojkar. Er ist gleichzeitig Präsidiumsmitglied des Bundesverbandes der mittelständischen Wirtschaft (BVMW) sowie Vorsitzender von dessen Bildungskommission.


 

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