"In einem Industrieland wie Deutschland darf es keine Armut geben"

IB zum Tag für die Beseitigung der Armut / Angebote in den Bereichen Schuldnerberatung und Wohnungslosenhilfe


Als arm gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Haushaltseinkommens zur Verfügung hat. Für einen Einpersonenhaushalt ist diese Schwelle bei etwa 1000 Euro pro Monat erreicht. Darunter liegen in Deutschland aktuell rund 16 Prozent oder rund 13 Millionen Menschen. Während die Ungleichheit von Einkommen und Vermögen weiter steigt, hat sich die Armutslücke, also der Betrag, der armen Haushalte bis zur Armutsrisikoschwelle fehlt, in den letzten Jahren deutlich vergrößert. Hinzu kommt verdeckte Armut, bei der die betroffenen Menschen von wohlfahrtsstaatlicher Unterstützung nicht erreicht werden.

„In einem Industrieland wie Deutschland mit seiner großen Wirtschaftskraft darf es keine Armut geben. Damit ist die gesellschaftliche Teilhabe derjenigen gefährdet, die von Armut betroffen sind. Es ist eine politische Pflicht, diesem Missstand durch gezielte Maßnahmen nachhaltig entgegen zu wirken“, fordert der IB-Vorstandsvorsitzende Thiemo Fojkar zum heutigen Internationalen Tag für die Beseitigung der Armut.

Der IB ist Gastmitglied der Nationale Armutskonferenz (NAK) und unter anderem auch in den Bereichen Schuldnerberatung und Wohnungslosenhilfe aktiv. Die NAK ist ein Bündnis von Organisationen, Verbänden und Initiativen, die sich für eine aktive Politik der Armutsbekämpfung einsetzen. Sie wurde im Herbst 1991 als deutsche Sektion des Europäischen Armutsnetzwerks EAPN (European Anti Poverty Network) gegründet. Neben Bundesverbänden wirken in der nak auch Menschen mit Armutserfahrung bzw. Selbsthilfeorganisationen mit, die ihre Erfahrungen und Perspektiven einbringen und ihre Lösungsansätze im Kampf gegen Armut und soziale Ausgrenzung aufzeigen.

Als zivilgesellschaftliches Bündnis hat sich die NAK das Ziel gesetzt, die Perspektiven von armutserfahrenen Menschen stärker in den politischen Diskurs einzubringen. Denn noch immer wird mehr über arme Menschen gesprochen statt mit ihnen. Auf diese Weise entsteht kein ganzheitliches Bild von Armut und die Entwicklung gemeinsamer Strategien zu ihrer Überwindung wird unmöglich.


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