Der Internationale Bund (IB) kritisiert das Ende des Bundesprogramms „kulturweit“ sowie die Kürzungen beim Internationalen Freiwilligendienst „weltwärts“. Letzteren bietet der freie Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit selbst an.
Menschen zwischen 18 und 26 Jahren können mit dem Programm „kulturweit“ ein Freiwilliges Soziales Jahr im Ausland leisten, zum Beispiel in Kultur- und Bildungseinrichtungen. Das Auswärtige Amt und die deutsche Unesco-Kommission hatten Anfang März erklärt, die Förderung einzustellen, „aufgrund flächendeckender Sparzwänge”. Dem entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „weltwärts“ des Ministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit stehen zudem Kürzungen bevor.
Internationale Freiwilligendienste fehlen in der Wehrpflicht-Debatte
In der Debatte um die Wehrpflicht-Rückkehr und mögliche Ersatzdienste spielen auch die Freiwilligendienste eine Rolle. Erfreulicherweise gibt es den politischen Willen, sie auszubauen. Wie man an den aktuellen Kürzungen sieht, gilt dies nicht für internationale Freiwilligendienste.
Wir fordern die Politik auf, umzusteuern. Die internationalen Freiwilligendienste bringen den jungen Menschen Erfahrungen außerhalb ihrer Komfortzone. Sie sind ein wertvoller Beitrag zur Völkerverständigung - und die brauchen wir dringend, das ist angesichts der weltweiten Nachrichtenlage klar!
Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des IB
Der IB hat gemeinsam mit einem breiten zivilgesellschaftlichen Bündnis ein zweiseitiges Papier zum weltwärts-Programm unterzeichnet.