Internationaler Nichtbinär-Tag: IB fordert räumliche und geistige Schutzzonen

Unter anderem für diese Menschen gibt es das Gendersternchen


Zum heutigen Nichtbinär-Tag wünscht sich der Internationale Bund (IB), dass mehr Menschen in ihrer E-Mail-Signatur oder ihren Social Media-Profilen ihre Pronomen nennen. Foto: Sharon McCutcheon / unsplash.com

Zum Internationalen Tag nichtbinärer Menschen fordert der Internationale Bund (IB) die Gesellschaft auf, Schutzzonen für diese Zielgruppe zu bieten. Damit sind sichere Orte und Situationen gemeint, in denen man offen sprechen kann und seine geschlechtliche Identität nicht verstecken muss.

Als „nichtbinär“ werden Menschen bezeichnet, deren Geschlecht nicht ausschließlich männlich oder weiblich ist, die sich also außerhalb der klassischen, zweigeteilten, binären Geschlechterordnung befinden. Unter anderem sie sind gemeint, wenn der Internationale Bund in seinen Texten ein Gendersternchen setzt, zum Beispiel beim Wort „Teilnehmer*innen“. Es macht darauf aufmerksam, dass nicht ausschließlich Männer und Frauen, sondern auch weitere Menschen an etwas teilnehmen.

In Deutschland gibt es seit Ende 2018 offiziell einen dritten Geschlechtseintrag im Reisepass. Zumindest bis ins vergangene Jahr hinein hatten davon jedoch erst relativ wenige Menschen Gebrauch gemacht. Dies könnte unter anderem an mangelnder Information der Bürger*innen von staatlicher Seite liegen. Jedoch ist ebenso davon auszugehen, dass nichtbinäre Menschen Angst haben, sich gegenüber der jeweiligen Behörde – oder generell – zu outen, also öffentlich zu ihrer Geschlechtsidentität zu stehen.

Pronomen in E-Mail-Signatur und Social Media-Profil zeigen Solidarität

Eben deshalb ermutigt der IB dazu, öffentlich die eigene Solidarität mit nichtbinären Menschen zu erklären. Das geht mitunter ganz einfach, zum Beispiel, indem man der E-Mail-Signatur oder dem Social Media-Profil die eigenen Pronomen hinzufügt. Beispiel: „Max Mustermann (Pronomen er/ihn)“. Wenn viele Menschen dabei mitmachen, wird es mit der Zeit zur Selbstverständlichkeit. Für eine nichtbinäre Person wäre dies eine unkomplizierte Gelegenheit, aller Welt mitzuteilen, dass sie beispielsweise „Max“ heißt, aber kein Mann ist. 

„Erfreulicherweise ist das Thema bereits stärker in der Öffentlichkeit angekommen. Es ist aber immer noch viel zu tun: Nichtbinäre Menschen, besonders die jüngeren, benötigen unsere Unterstützung. Deshalb möchte der IB das diesbezügliche Angebot in seinen Einrichtungen ausbauen. Wir alle sind aufgefordert, räumliche und geistige Schutzzonen für jede geschlechtliche Identität zu schaffen“, meint der IB-Vorstandsvorsitzende Thiemo Fojkar.


 

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