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Klischeefreie Berufsorientierung

Girls‘ Day im IB-Bildungszentrum Asperg

Metallrose in einem Schraubstock zwischen zwei sitzenden Personen mit Arbeitshandschuhen
In der Metallwerkstatt des Internationen Bundes (IB) in Asperg konnten zehn junge Mädchen am Girls' Day 2026 kreativ Neues ausprobieren. Foto: IB

Männer sind in der Werkstatt, Frauen in der Pflege: Viele Handwerksberufe sind immer noch männerdominiert. Zwar gibt es einen langsamen Frauenzuwachs, aber sie stoßen immer noch auf Vorurteile. Der Druck, sich beweisen zu müssen, ist groß. Ändern will das der Girls‘ Day: An diesem Aktionstag sollen Mädchen Berufe kennenlernen, in denen Frauen bisher unterrepräsentiert sind – vor allem in Technik, IT, Handwerk und Naturwissenschaften. 

Aber gerade in Metallbauberufen ist nicht Kraft, sondern Kopf und Technik gefragt. Deshalb beteiligte sich auch das IB-Bildungszentrum Asperg am 23. April unter dem Motto „Go for Metall“ wieder am bundesweiten Girls’ Day. Zehn Mädchen im Alter zwischen 10 und 13 Jahren kamen in die Metallwerkstatt, konnten selbst Hand anlegen und ihre handwerklichen Fähigkeiten testen. Unter Anleitung von Fachkräften wurden sie in die Grundkenntnisse der Metallverarbeitung eingeführt: Zuschneiden, Biegen, Schlagen, Feilen, Schweißen und Löten, Schleifen und Polieren. Mit viel Geschick und Kreativität entstand eine Rose in 3-D-Optik inklusive Halterung, die sie mit nach Hause nehmen durften. 

Der Girls' Day macht sichtbar, wie sehr alte Geschlechterrollen noch beeinflussen, welche Berufe jungen Frauen zugetraut werden. Talent und Begeisterung sind wichtiger als jedes Klischee! Gute Fachkräfte werden immer gebraucht.

Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des IB

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