Mehr Migration durch den Klimanwandel - Konsequenzen für die aufnehmenden Gesellschaften

IB: Kohle und Öl müssen in der Erde bleiben / Mahnung zu mehr Nachhaltigkeit


Gestern ist der erste Teil des neuen Klimaberichts des Weltklimarates IPCC erschienen. Die Vorhersagen bestätigen leider mit noch größerer wissenschaftlicher Sicherheit, dass die Auswirkungen des Klimawandels für Menschen und Ökosysteme in den nächsten Jahren noch heftiger werden. Der Anstieg der globalen Temperaturen geht ungebremst weiter. Die aktuellen Extremereignisse sind offensichtlich keine Ausnahmen mehr, sondern auch das Ergebnis des globalen Handelns des Menschen, so der Weltklimarat. Mit größeren Energiemengen in der Atmosphäre werden Heftigkeit und Intensität der Extremereignisse zunehmen. Überflutungen auf der einen und Dürre und Brände, die immer größer werden, auf der anderen Seite. Menschen sterben und viele verlieren ihr Hab und Gut und alles, was sie zum Leben brauchen. Allein um Infrastruktur und Wohnhäuser wieder aufzubauen werden viele Jahre vergehen. Aufwand und Kosten, die Schäden zu beheben, steigen ständig und sind mittlerweile so hoch, dass sie jedes Gemein­wesen, seien es Kommunen oder Staaten, über lange Zeiträume noch belasten werden. Damit ist auch unser Wohlstand und unsere Art des Lebens gefährdet. Steigen die Temperaturen so weiter, wird es auch immer mehr unbewohnbare Regionen geben und noch mehr Menschen zur Migration zwingen – mit allen Auswirkungen auf die Gemeinschaften, die diesen Menschen Zuflucht und Unterstützung bieten.

Dass die Temperaturerhöhungen nachweislich menschengemacht sind, ist ein wichtiger Hinweis für unser aller Handeln. Da wir ursächlich verantwortlich für die Entwicklung sind, liegt es auch an uns, die notwendigen Gegenmaßnahmen zu unternehmen. Das Ziel ist schon im Klimaabkommen von Paris im Jahre 2015 formuliert worden: Maximale Erhöhung der globalen Mitteltemperatur von 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit. Jede weitere Erhöhung darüber hinaus wird die Gesamtsituation auf drastische Weise verschlimmern.
Es gilt jetzt alles zu unternehmen, den Ausstoß der Treibhausgase schnellstens zu reduzieren. Vor allem Öl, Gas und Kohle müssen in der Erde bleiben und gehören nicht in die Luft. Als IB sind wir ein wichtiger Akteur der Zivilgesellschaft in diesem Land. Deshalb ist es auch unsere Aufgabe, immer wieder mahnend zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen aufzurufen und alle Arbeitsbereiche auf ihre Nachhaltigkeit hin zu überprüfen. Wir teilen daher die Forderungen der Wissenschaft wie die Sorgen der Menschen und unterstützen alle Bemühungen, die Entwicklung zum Positiven zu wenden.


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Die Stiftung des Internationalen Bundes sammelt nach wie vor Geldspenden, um Menschen zu unterstützen, die aus der Ukraine nach Polen geflohen sind.  Nähere Angaben dazu sowie viele weitere Informationen zum Thema gibt es hier.

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