Mitgliederversammlung des Internationalen Bundes in Berlin warnt:

Ehrenamt in Gefahr


Bundesjugendministerium und Deutsches Rotes Kreuz sichern IB Unterstützung zu

Mehr als 15.000 Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland wollen sich ehrenamtlich im Rahmen des Freiwilligen Sozialen Jahres engagieren. Viele von ihnen suchen über den Internationalen Bund eine Einsatzstelle. Jedes Jahr kann der IB rund 4000 von ihnen einen Platz beschaffen, beispielsweise in einem Altersheim, einem Krankenhaus oder einem Kindergarten.

Durch die aktuelle Steuerpolitik des Bundesfinanzministeriums ist das Ehrenamt jetzt in Gefahr. Geplant ist, dass die Einsatzstellen für die bislang kostenlosen jungen Helfer 19 Prozent Umsatzsteuer zahlen sollen. Damit können sich viele Einrichtungen die Helfer nicht mehr leisten. Viele junge Leute verlieren so die Möglichkeit , sich ehrenamtlich zu engagieren, vielen Einrichtungen werden die Helfer fehlen.

Auf seiner Mitgliederversammlung am 26. und 27. Juni in Berlin hat der IB auf dieses Problem aufmerksam gemacht und Unterstützung bekommen. Der Staatssekretär im Bundesjugendministerium, Dr. Hermann Kues, kündigte Widerstand gegen den Plan des Finanzministers an. Auch der Generalsekretär des DRK, Clemens Graf von Waldburg-Zeil, sagte dem IB Hilfe beim Kampf gegen diese sozialpolitisch nicht zu verantwortende Vernichtung von Einsatzstellen zu.

Ein weiteres Thema der alle zwei Jahre stattfindenden Mitgliederversammlungen war die Stärkung des Kinderschutzes. Der IB verfügt bereits über „Leitlinien zum Kinderschutz im IB“. In Berlin wurde jetzt beschlossen, dass darüber hinaus Praxishilfen beispielsweise zur Früherkennung von Gefährdungspotenzialen entwickelt werden. Damit will der IB dazu beitragen, dass Pädagogen und Ausbilder schneller reagieren können, wenn Leib und Leben von Kindern und Jugendlichen in Gefahr sind.

Diskutiert wurden auch die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise. Allerdings geht es dem IB weniger um die Lage von Unternehmen und Betrieben. Vielmehr sieht er die Gefahr, warnte Bruno W. Köbele, Präsident des IB e.V., dass die Jugendlichen zu den größten Verlierern der aktuellen Krise gehören. Bereits jetzt sind nach offiziellen Schätzungen 1,5 Millionen junge Erwachsene ohne Berufsabschluss. Wenn die Unternehmen wegen der Krise nicht mehr oder deutlich weniger ausbilden, fehlten der Wirtschaft später dringend benötigte Fachkräfte. Der IB, so dessen Vorstandsvorsitzender Werner Sigmund, könne hier als einer der größten Anbieter beruflicher Bildung in Deutschland mit seinem Know-how und Experten, die in über 100 Berufen qualifizieren, professionell helfen.

Alle zwei Jahre sind die Mitglieder auch aufgerufen, ein neues Präsidium des IB e.V. zu wählen. In seinem Amt bestätigt wurde der Präsident, der frühere Vorsitzende der IG Bau, Bruno W. Köbele. Bestätigt wurden auch die drei Vizepräsidenten Dr. Sabine Bergmann-Pohl, Georg Mehl, Dr. Hans Geisler.

Der IB ist mit seinem eingetragenen Verein und seinen Gesellschaften einer der großen freien Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit in Deutschland. Jährlich helfen rund 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 700 Einrichtungen an 300 Orten 350.000 Menschen bei der persönlichen und beruflichen Lebensplanung.


 

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