Der Internationale Bund (IB) hat erneut ein Parlamentarisches Frühstück der Jugendmigrationsdienste (JMD) im Deutschen Bundestag mit ausgerichtet. Berater*innen aus mehreren JMD gaben Abgeordneten mehrerer Fraktionen praktische Einblicke in ihre Arbeit. Die Träger, zu denen der IB zählt, erläuterten anhand von Beispielen, wie sie junge Menschen mit Flucht- oder Migrationsbiografie unterstützen. Ziel ihrer Arbeit ist die Unterstützung der Klienten*Klientinnen beim Übergang in Ausbildung oder Beruf.
Rund 25 Gäste, darunter Bundestagsabgeordnete von CDU/CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen, nahmen an der Veranstaltung teil. Sie diskutierten mit den JMD-Trägern darüber, wie echte, nachhaltige Teilhabe gelingen kann.
JMD-Träger fordern erneut eine verlässliche Finanzierung von der Politik
Im Mittelpunkt standen Erfahrungen aus der Praxis. Allegra Ringlein vom JMD Fürth und dem Modellprojekt „Digital-Hub“ berichtete, wie sie eine junge Ukrainerin auf dem Weg vom Schulabschluss in eine Ausbildung begleitete. Dabei halfen persönliche Gespräche und digitale Tools wie Messenger-Dienste, um die Beratung flexibel und niedrigschwellig zu gestalten.
Das Parlamentarische Frühstück machte deutlich, welche Rolle die Jugendmigrationsdienste für junge Menschen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt spielen. Zugleich erhoben die Träger erneut die Forderung nach verlässlicher Finanzierung: Trotz steigender Kosten arbeiten die JMD weiterhin mit stagnierenden Fördermitteln.
Die Jugendmigrationsdienste leisten einen wichtigen Beitrag, damit junge Geflüchtete in Deutschland eine Perspektive entwickeln. Es ist im ureigenen Interesse unserer Gesellschaft, dass sie hier eine gute Ausbildung erhalten. Daher ist eine verlässliche Finanzierung der JMD absolut notwendig.
Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des Internationalen Bundes