Studie: Keine Anzeichen für allgemeinen Verfall der Sprache bei jungen Menschen

Akademie für Sprache und Dichtung mahnt mehr Chancengerechtigkeit im Bildungssystem an


Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung hat die Sprache junger Menschen untersucht. Foto: Geralt / pixabay.com

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung sieht laut einer Studie keine Anzeichen für einen allgemeinen Verfall der deutschen Sprache bei Kindern und Jugendlichen. Untersucht wurde konkret die Rolle der Schule bei der Sprachentwicklung. Weitere Informationen zur Studie gibt es hier.

Die Fachleute kommen zu dem Schluss, dass die Situation keinen Anlass zur Sorge gebe. Die Klage, dass die jungen Menschen mit neuen Wörtern und eigenen Regeln die deutsche Sprache zerstörten, sei bereits Hunderte von Jahren alt. Auch die sozialen Medien im Internet und die dort übliche Ausdrucksweise stellen demnach keine linguistische Bedrohung dar. Dort gebe es lediglich einige Variationen von Rechtschreibung und Grammatik, deren Übergang in den allgemeinen Gebrauch noch unklar sei.

Der Internationale Bund ist einer der großen freien Bildungsanbieter

Die Studie empfiehlt eine erweiterte Ausbildung der Lehrkräfte. Hilfreich sei beispielsweise die Herleitung typischer Fehler von Kindern mit Migrationshintergrund, die zuerst eine andere Sprache als Deutsch gelernt haben. Dies würde einen wichtigen Beitrag zur Chancengerechtigkeit im Bildungssystem darstellen.

„Es ist von entscheidender Bedeutung, beim Erlernen und Ausdifferenzieren von Sprache alle Kinder mitzunehmen – egal, ob die Eltern ebenfalls gut Deutsch sprechen oder nicht. Deshalb ist es gut, dass es solche Studien gibt, die die Sprachwirklichkeit von jungen Menschen untersuchen“, meint Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des Internationalen Bundes (IB).

Der Internationale Bund ist einer der großen Freien Träger der Bildungsarbeit in Deutschland und betreibt selbst mehrere Schulen und Hochschulen. Zum gesamten IB-Angebot in dieser Sparte geht es hier.


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