Tag der Bildung: IB fordert Ausbau politischer Bildung in der Jugendsozialarbeit

Demokratieförderung in der Pandemie wichtiger denn je


Der Internationale Bund (IB) wünscht sich mehr Unterstützung bei der politischen Bildung in der Jugendsozialarbeit. Foto: NeONBRAND / unsplash.com

Der Internationale Bund (IB) fordert zum Tag der Bildung am 8. Dezember den Ausbau politischer Bildung in der Jugendsozialarbeit. Die COVID-19-Pandemie gibt dazu nach Meinung des freien Trägers der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit mehr Anlass denn je.

Schulschließungen sowie Probleme beim digitalen Unterricht haben dazu geführt, dass Schüler*innen mit schlechteren Noten noch weiter zurückgefallen sind. Dies macht sie anfälliger für menschenfeindliche Ideologien sowie Fake News im Internet oder bei Messenger-Diensten auf ihren Smartphones.

Das beste Gegenmittel sind daher – gerade in der aktuellen Situation – politische Bildung und Demokratieförderung. Sie vermitteln Fakten, klären Vorurteile auf und geben Sicherheit. Daher fordert der Internationale Bund eine stärkere Unterstützung des Staates für entsprechende Projekte in der Jugendsozialarbeit.

Respekt Coaches helfen gegen menschenfeindliche Tendenzen

Der IB ist in großem Umfang in der Jugendsozialarbeit aktiv, unter anderem mit den Respekt Coaches. Dabei handelt es sich um ein Präventionsprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Die Respekt Coaches helfen Schüler*innen in ganz Deutschland dabei, extreme, menschenfeindliche Tendenzen zu erkennen sowie Position dagegen zu beziehen. Sie lernen außerdem, eigene Ansichten strukturiert darzulegen und klar zu argumentieren. Das Programm Respekt Coaches macht demokratische Werte für junge Menschen erlebbar und stärkt sie in ihrer Persönlichkeit.

Der IB wünscht sich eine dauerhafte Etablierung des bislang zeitlich begrenzten Programms – auch im außerschulischen Bereich. Dann könnten junge Menschen auch in Jugendzentren oder in ihrem eigenen Stadtviertel langfristig niedrigschwellige und zielgruppengerechte Angebote gemacht werden, die sie nachhaltig erreichen.

„Jugendliche verbringen nun einmal viel Zeit im Internet, zumal während der Pandemie, wenn viele andere Aktivitäten nicht möglich sind. Dabei besteht immer die Gefahr, dass sie mit radikalem Gedankengut in Berührung kommen. Das beste Mittel dagegen ist politische Bildung. Deshalb wünschen wir uns von der Politik mehr Unterstützung für entsprechende Maßnahmen in der Jugendsozialarbeit“, sagt der IB-Vorstandsvorsitzende Thiemo Fojkar.


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