Weltflüchtlingstag: „Deutschland“ ist auf der Flucht

IB hilft Menschen, die aufgrund von Armut, Hunger, Krieg oder Klimawandel ihre Heimat verlassen mussten

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Sudan. Thousands flee fighting in Ethiopia to seek safety

Diese Frauen sind mir ihren Kindern aufgrund gewalttätiger Konflikte aus der äthiopischen Region Tigray in den Sudan geflohen.

Zum Weltflüchtlingstag 2021 macht der Internationale Bund (IB) darauf aufmerksam, dass sich laut UN momentan weltweit mehr als 82 Millionen Menschen auf der Flucht befinden – mehr als je zuvor. Das ist fast identisch mit der Gesamtbevölkerungszahl Deutschlands (83 Mio.). Unter den Geflüchteten befinden sich 34 Millionen Kinder, Zehntausende davon ohne Begleitung durch Erwachsene.

Die Fluchtursachen sind vielfältig: Bewaffnete Konflikte, Armut und Hunger zählen zu den häufigsten. Aber auch die Tatsache, dass durch Klimawandel und Umweltzerstörung die Lebensgrundlage vieler Menschen wegfällt, ist einer der wichtigsten Gründe: Der Meeresspiegel steigt und macht Land unbewohnbar. Andernorts trocknen Böden aus und liefern keine Ernte mehr.

UN werben mit dem Hashtag #WITHREFUGEES für Solidarität

Der Internationale Bund ist vielfältig aktiv, um Flüchtlingen und Menschen mit Migrationsgeschichte zu helfen. Die IB-Flüchtlingshilfe bietet Wohnheime, Beratung und Integration. Die Jugendmigrationsdienste des IB haben im Jahr 2020 insgesamt 20.520 Menschen betreut und unterstützt. Sie kamen aus rund 150 Ländern, vor allem aus Syrien, Afghanistan, Eritrea und Irak. Weitere Informationen zu den Angeboten des IB für Menschen mit Migrationsgeschichte gibt es hier und hier.

Der Weltflüchtlingstag geht auf eine Initiative der Vereinten Nationen zurück. Die UN werben im Internet mit dem Hashtag #WITHREFUGEES für Solidarität mit geflüchteten Menschen. Zur UNO-Flüchtlingshilfe und zum Weltflüchtlingstag ist hier mehr zu finden.

„Der IB ist nach dem 2. Weltkrieg unter anderem deshalb gegründet worden, um heimatlose Menschen zu unterstützen. Es zählt daher zu unseren zentralen Werten, für Flüchtlinge und Migranten*Migrantinnen da zu sein. Die derzeit erschreckend hohen Zahlen führen die Dringlichkeit dieses Anliegens in aller Deutlichkeit vor Augen“, meint der IB-Vorstandsvorsitzende Thiemo Fojkar.


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Dirk Altbürger
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