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Welttag der humanitären Hilfe: IB kritisiert Kürzungen bei Entwicklungszusammenarbeit im Bundeshaushalt

UNO: Fast 240 Millionen Menschen weltweit sind auf Unterstützung angewiesen

Internationale Hilfe steht derzeit weltweit unter Rechtfertigungsdruck
Internationale Hilfe steht derzeit weltweit unter Rechtfertigungsdruck, kritisiert der Internationale Bund (IB). Foto: BlueDesign/Shutterstock

Der Welttag der humanitären Hilfe am 19. August erinnert an die Millionen Menschen weltweit, die von Gewalt, Vertreibung, Naturkatastrophen und Klimawandel betroffen sind: ob im Sudan, in Gaza, im Iran, der Demokratischen Republik Kongo, der Ukraine, in Libyen oder an den EU-Außengrenzen. Viele dieser Krisen geraten zunehmend aus dem öffentlichen Blick, obwohl das Leid der Betroffenen anhält und der Bedarf an Unterstützung wächst. Nach Angaben der UNO sind derzeit weltweit rund 239 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Gleichzeitig stehen humanitäre Organisationen vor großen Herausforderungen. Internationale Solidarität und humanitäres Engagement geraten in vielen Ländern zunehmend unter Rechtfertigungsdruck. Während der Bedarf wächst, werden staatliche Mittel für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe in vielen Ländern, auch in Deutschland, gekürzt. Der Bund hat seine Ausgaben für humanitäre Hilfe im Ausland von 3,28 Milliarden Euro im Jahr 2022 auf 1,06 Milliarden Euro im Jahr 2025 reduziert. Auch der Haushaltsentwurf für 2027 sieht keine Trendwende vor: Die Mittel für humanitäre Hilfe sollen stagnieren, in der Entwicklungszusammenarbeit sind weitere Kürzungen vorgesehen.

Diese Entwicklung sehen wir mit Sorge. Wenn sich Regierungen reicher Länder der Verantwortung entziehen, hat das spürbare Folgen für Menschen in Krisensituationen. Gleiches gilt für Hilfsorganisationen. Eine Welt mit vielen Krisen braucht verlässliche humanitäre Hilfe, eine starke Zivilgesellschaft und internationale Solidarität. 

Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des IB

Der freie Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit ist Mitglied von VENRO, dem Bundesverband entwicklungspolitischer und humanitärer Organisationen.

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