Der Internationale Bund (IB) fordert gemeinsam mit weiteren Trägern und Verbänden eine Erhöhung des staatlichen Budgets für Integrationskurse. In einem gemeinsamen Positionspapier sprechen sich die Unterzeichnenden für eine bessere finanzielle Ausstattung der Kurse aus. Für Integrationskurse sind im Bundeshaushalt 2027 derzeit lediglich 650 Millionen Euro vorgesehen – deutlich weniger als im laufenden Jahr.
Integrationskurse gelten international als Erfolgsmodell. Sie vermitteln die Sprachkenntnisse, die für gesellschaftliche Teilhabe sowie den Zugang zu Ausbildung und Arbeit entscheidend sind.
Wer bei Integrationskursen spart, zahlt am Ende doppelt. Denn fehlende Sprachförderung verzögert die Integration, verschärft den Fachkräftemangel und verursacht höhere Folgekosten. Eine verlässliche Finanzierung der Kurse ist deshalb eine Investition in unsere wirtschaftliche und gesellschaftliche Zukunft.
Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des Internationalen Bundes
Integrationskurse verlässlich finanzieren
Zu den zentralen Forderungen des Positionspapiers gehören:
- Mindestens 900 Millionen Euro für Integrationskurse im Bundeshaushalt 2027
- Die Öffnung der Integrationskurse für alle zugewanderten Menschen
- Eine Erhöhung des Kostenerstattungssatzes für Träger um zehn Prozent sowie die Anpassung des Mindesthonorars für Lehrkräfte an die Tarifentwicklung
Die vorgesehenen Mittel reichen nicht aus, um die zugesagten Teilnahmeplätze und die Ziele des Koalitionsvertrags zu erfüllen. Zudem gefährdet die anhaltende Unterfinanzierung bewährte Strukturen bei den Kursträgern und erschwert eine verlässliche Planung der Integrationsarbeit.
Der Internationale Bund zählt zu den großen Trägern von Integrationskursen und Berufssprachkursen und bietet diese bundesweit an.