Der Internationale Bund (IB) hat sich bei der Jahrestagung des YES Forums, dem europäischen Netzwerk für internationale Jugend(sozial)arbeit, mit Teilnehmenden aus ganz Europa über Strategien für NEETs ausgetauscht. Das sind junge Menschen, die sich weder in Arbeit noch in Ausbildung oder Trainingsmaßnahmen befinden („Not in Education, Employment or Training“). 2023 galt das für etwa acht Millionen Europäer*innen. Was kann man tun, damit sie beruflich Fuß fassen?
Die Teilnehmenden am YES Forum empfehlen ganzheitliche Ansätze. Träger sollten sich rechtskreisübergreifend um Themen wie (mentale) Gesundheit, (Aus-)Bildung und Wohnen kümmern, die für die Zielgruppe relevant sind. Wichtig ist, individuell auf die Situation der jungen Menschen einzugehen.
Empfehlung der Fachkräfte: Mentoring-Programme und E-Learning-Plattformen
Laut Erfahrung der Fachkräfte sind Mentoring-Programme und E-Learning-Plattformen (mit realistischen Szenarien) zu empfehlen. Zudem sollten keine Kenntnisse automatisch vorausgesetzt und die Klienten*Klientinnen durch kleine Erfolgserlebnisse motiviert werden. Die grundlegende Voraussetzung ist aber, sich das Vertrauen der jungen Menschen zu erarbeiten.
Auch die Integration von Roma war bei der im rumänischen Timisoara stattfindenden Konferenz ein Thema. Darüber hinaus gab der IB seine Empfehlungen zur EU-Jugendstrategie ab, die das YES Forum in seinen Empfehlungen im Rahmen der EU-Konsultation berücksichtigen wird.
Der IB profitiert in hohem Maße von seiner Mitgliedschaft im YES Forum. Wir lernen hier neue Ansätze und Entwicklungen kennen, gewinnen Partner für künftige Projekte, treffen Entscheidungsträger*innen der europäischen Jugendbildungspolitik und können dadurch mitgestalten.
Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des IB