Wie muss Jugendberufshilfe aussehen, wenn Menschen nicht lesen und schreiben können?

IB stellte auf der AlphaDekade-Konferenz das Forschungsprojekt GABO vor


Die Beteiligten am Forschungsprojekt GABO

Von links nach rechts: Olaf Rother (Internationaler Bund), Prof. Dr. Wibke Riekmann (Hamburg Medical School), Torsten Klaucke (Internationaler Bund), Ronit Schemann (Hamburg Medical School), Prof. Dr. Helmut Bremer (Universität Duisburg-Essen), Lea Remmers (Leibniz Universität Hannover) und die Projektleiterin Dr. Natalie Pape (Leibniz Universität Hannover). Foto: IB

Am 29.und 30. November findet in Berlin die AlphaDekade-Konferenz statt. Ihr Titel lautet in diesem Jahr „Wissenschaft und Praxis im Dialog“. Der Internationale Bund (IB) ist seit mehreren Jahren Partner der Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung, die durch das Bundesbildungsministerium in Zusammenarbeit mit den Ländern und weiteren Partnern begleitet wird. Etwa 6,2 Millionen Menschen in Deutschland (das sind 12,1 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung) können nicht oder nicht ausreichend lesen und schreiben. 

Im Rahmen des Jahrzehnts für Alphabetisierung und Grundbildung ist der IB in mehreren Forschungsvorhaben aktiv. Mit dem Delta-Netz Transfer führt er an vier Modellstandorten unter zentraler Leitung ein sozialräumliches Projekt zur niedrigschwelligen Ansprache dieser Zielgruppe durch.

Die Leibniz Universität Hannover, die Universität Duisburg-Essen sowie die Hamburg Medical School sind Projektpartner des IB

Der IB ist bei der Konferenz nicht nur passiver Zuhörer. In einem bereits vorher ausgebuchten Workshop haben Vertreter*innen seines zentralen Ressorts "Produkte & Programme" sowie des IB Berlin-Brandenburg auf dem Podium erste Ergebnisse des Forschungsprojekts GABO präsentiert. Dies ist eine Gemeinschaftsarbeit mit der Leibniz Universität Hannover, der Universität Duisburg-Essen sowie der Hamburg Medical School. Das Projekt wird im Rahmen der AlphaDekade finanziert.

In den vergangenen zwei Jahren umfasste das Forschungsprojekt unter anderem die Befragung von Teilnehmenden und Fachkräften der Jugendberufshilfe an mehreren IB-Standorten zum Thema geringe Literalität. GABO stellt ein Novum da: Maßnahmen der Jugendberufshilfe im Zusammenhang mit Menschen, die nicht (ausreichend) lesen und schreiben können, sind wenig erforscht.

„Die Vielfalt unseres Angebots in den Bereichen Bildung und Soziale Arbeit macht uns zu einem attraktiven Partner für Forschungsvorhaben“, sagt Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des IB und fährt fort: „Die Forschungsergebnisse zum Förderbedarf junger Menschen am Übergang von der Schule zum Beruf werden wichtige Erkenntnisse bringen, die wir dann aktiv in die politische Lobbyarbeit im Sinne unserer Zielgruppen einbringen. Junge Menschen sind für die Abmilderung des Fachkräftemangels eine wichtige Quelle“.

Weitere Informationen zur Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung und den Forschungsvorhaben sind hier zu finden.


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