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Woche der Demenz: IB fordert gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe

Bundesregierung sollte die Nationale Strategie zum Umgang mit Demenz fortführen

Ein Mann in einem weißen Oberteil hält die Hand einer älteren Frau.
In seinen Einrichtungen bietet der Internationale Bund (IB) älteren Menschen Unterstützung und Begleitung. Foto: Hans Scherhaufer

Die Woche der Demenz 2026 (21. bis 27. September) steht unter dem Motto Demenz (k)eine Frage des Alters. Die Aktion macht darauf aufmerksam, dass die Mehrheit der Menschen mit Demenz über 65 Jahre alt ist, eine Erkrankung jedoch auch in jüngeren Jahren auftreten kann. Über das Umfeld der Betroffenen, zum Beispiel Familie und Bekannte, sind Menschen verschiedener Generationen mit dem Thema konfrontiert.

Der Internationale Bund (IB) fordert Politik und Gesellschaft auf, mehr Teilhabe für Menschen mit Demenz sicherzustellen. Damit schließt sich der Träger einem Appell der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen (BAGSO) an. Der IB zählt zu ihren Mitgliedern.

Die BAGSO begrüßt, dass die Nationale Demenzstrategie fortgeführt werden soll. Betroffene dürften nicht auf ihre Erkrankung oder auf Pflegebedürftigkeit reduziert werden. Auch sie wollen und können sich einbringen, lernen, arbeiten und mitentscheiden, so die Bundesarbeitsgemeinschaft in einer Stellungnahme. 

Die Nationale Demenzstrategie müsse dafür die Rahmenbedingungen schaffen, einschließlich der nötigen finanziellen Ausstattung. IB und BAGSO betonen die Bedeutung lokaler Demenznetzwerke. Sie beraten in Kommunen, bündeln Angebote und entlasten somit Angehörige. Diese Strukturen müssen bei der Fortführung der Demenzstrategie erhalten und ausgebaut werden. Dass hier Bedarf besteht, bestätigt Hans-Jürgen Reuter, dessen dementer Schwiegervater im vom IB betriebenen Haus am Bibowsee lebt: Die Beratung von staatlicher Seite ist nicht ausreichend. Angehörige stehen mit den Themen Gutachten, Unterbringung, Finanzierung und so weiter allein da. Dabei nimmt die Zahl der Fälle in Deutschland kontinuierlich zu.

Rund 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leben mit einer Demenz

Darüber hinaus ist es wichtig, Wissen über Demenz in der pflegerischen Ausbildung zu fördern und Rehabilitation zu stärken. Die Gesellschaft sollte auch Menschen mit Demenz digitale Teilhabe ermöglichen, indem Technologien nutzungsfreundlich gestaltet werden.

Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des IB

In Deutschland leben laut BAGSO rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenz. Es ist davon auszugehen, dass diese Zahl in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Die 2020 von der damaligen Bundesregierung verabschiedete Demenzstrategie ist bis Ende dieses Jahres befristet und soll ab 2027 eventuell fortgesetzt werden. Die BAGSO ist mit der Netzwerkstelle Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz Teil eines Netzwerks aus Akteuren der Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sowie aus dem Sozial- und Gesundheitswesen, das die Strategie umsetzt.

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