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IB-Kinder- und Jugendwohnungen Dersenow

Wir für Sie

Die Kinder- und Jugendwohnungen befinden sich in der der Gemeinde Dersenow im Landkreis Ludwigslust-Parchim. Das ehemalige Gutshaus mit großzügigem Außengelände bietet in jeder der drei Etagen eine Wohngruppe. Im Haus und auf dem Gelände stehen viele Freizeitmöglichkeiten für Groß und Klein zur Verfügung:

  • Spielplatz mit Klettergerüst und Sandkiste
  • Bobby-Car, Roller, Inliner und Fahrräder
  • Fußball- und Beachvolleyballplatz
  • Tischtennisplatte und Außenbillard
  • Sitzecke mit integriertem Grillplatz
  • Kellerbereich mit Sport- und Fitnessraum
  • Veranstaltungsraum mit Bibliothek und PC
  • Kreativwerkstatt
  • Snoezelraum

 

Schulen und Ausbildungsstätten liegen ganz in der Nähe. Es besteht ein regelmäßiger Schüler­zubringerverkehr für die Schulen in Vellahn und Boizenburg sowie die Möglichkeit, öffentliche Verkehrsmittel zur Schule in Parchim und in andere Städte zu nutzen. Auch Einkaufsmöglich­keiten und ein beliebtes Waldbad sind schnell erreichbar.

 

Hilfen zur Erziehung

Unsere Leistungsangebote

  • Interkulturelle Jugendwohngruppen (§ 34, 41 und 42 SGB VIII), acht bzw. sechs Plätze inkl. Inobhutnahme
  • Kinder- und Jugendwohngruppe (§ 34, 41 und 42 SGB VIII), acht Plätze inkl. Inobhutnahme
  • Betreutes Einzelwohnen (§ 34 und 41 SGB VIII), zwei Plätze
  • Nachbetreuung im eigenen Wohnraum (§ 41 SGB VIII)

 

Das können Sie von uns erwarten

unterschiedliche Hilfen und Angebote unter einem Dach
individuelle mehrjährige Begleitung aus einer Hand
mehrjährige Erfahrung in der Arbeit mit minder- jährigen unbegleiteten Flüchtlingen
mehrjährige Erfahrung in der Arbeit mit inter- kulturellen Wohngruppen
 

Auf Wunsch senden wir Ihnen unsere Konzeptionen und Vereinbarungen zu.

 

UNSERE ANGEBOTE UNTER EINEM DACH
 

UMF Jugendwohngruppe

Gemeinsames Zusammenleben jugendlicher
unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge (UMF) aus unterschiedlichen Herkunftsländern

Kurzbeschreibung

  • Inobhutnahme als Krisenintervention
  • Entwicklung und Einhaltung von Tagesstrukturen
  • Entwicklung und Einhaltung von Alltagskompetenzen
  • Training des Sozialverhaltens
  • Beratung und Begleitung im täglichen Leben
  • Wahrung der Individualität, Kultur und Muttersprache
  • Vermittlung von Werten und Normen
  • Entwicklung und Realisierung individueller schulischer und beruflicher Perspektiven
  • Integration und Einbindung in den Sozialraum
  • Angebote zur Freizeitgestaltung

 

Kinder- und Jugendwohngruppe

Wohngruppe für deutsche sowie ausländische Kinder und Jugendliche sowie UMF

Kurzbeschreibung

  • Inobhutnahme als Krisenintervention
  • Erfüllung der Fürsorge- und Aufsichtspflicht
  • Organisation und Begleitung der Gesundheitsfürsorge
  • Vorbereiten und Begleiten von Rückführungen ins Elternhaus
  • lebensorientierte Hilfen
  • Trainieren von Tagesstrukturen
  • enge Zusammenarbeit und Austausch mit KITA, Schule und Jugendamt
  • Planung und Umsetzung von altersgerechten Aktivitäten

 

Jugendwohngruppe

Wohngruppe für deutsche und ausländische  Jugendliche sowie UMF

Kurzbeschreibung

  • Entwicklung und Einhaltung von Tagesstrukturen
  • Entwicklung und Förderung von Alltagskompetenzen
  • Training des Sozialverhaltens
  • Beratung und Begleitung im täglichen Leben
  • Wahrung der Individualität, Kultur und Muttersprache
  • Vermittlung von Werten und Normen
  • Entwicklung und Realisierung individueller schulischer und beruflicher Perspektiven
  • Integration und Einbindung in den Sozialraum
  • Angebote zur Freizeitgestaltung

 

 

Betreutes Einzelwohnen und Nach­betreuung im eigenen Wohnraum

Sozialpädagogische Begleitung für Jugendliche ab 16 Jahren

Kurzbeschreibung

  • Wohnen im 1-Raum-Appartement
  • Erarbeitung und Erprobung von Selbstständig­keit in allen Lebensbereichen
  • Begleitung bei der Berufsfindung
  • Begleitung bei Behördenkontakten
  • individuelle Unterstützung beim Umzug in die eigene Wohnung
  • Nachbetreuung im eigenen Wohnraum

Bei uns besteht die Möglichkeit Freiwilligendienst zu leisten. Weitere Infos HIER.

 

 

Pädagogen in der Pampa

Trotz Fachkräftemangel arbeiten Pädagogen auch gern im stationären Bereich und genießen die Mecklenburgische Idylle in Dersenow nahe Boizenburg/Elbe.

Nun schon seit fast fünf Jahren leitet Sebastian Schröder die IB Kinder- und Jugendwohnungen Dersenow. Gleich nach dem Ende seines Sozialpädagogikstudiums hatte er die große Herausforderung als Heimleiter angenommen – im Rückblick eine aus seiner eigenen Sicht ziemlich mutige Entscheidung. Und eine ohne Reue. Bis heute fühlt er sich in Dersenow und als Chef noch immer wohl. Nicht ohne Grund sind aus den ursprünglich geplanten drei Jahren, in denen er sich in diesem Arbeitsfeld ausprobieren wollte, nun schon fast fünf geworden. Dabei kann er sich jederzeit auf die Unterstützung erfahrener Kolleginnen und Kollegen verlassen. Sebastian Schröder musste auch den einen oder anderen Personalwechsel verkraften. Er selbst hat das nicht so gewollt, kann es aber auch nicht immer verhindern. Manchmal passt der Arbeitsplatz eben nicht mehr zu einer sich ändernden privaten Planung, oder Kollegen gehen in den wohlverdienten Ruhestand. Trotzdem ist er sich sicher, dass die entstandenen Lücken gut wieder geschlossen werden konnten – nicht zuletzt durch Berufsanfänger, von denen gerade relativ viele in Dersenow beschäftigt sind. Das sei jedoch kein Zufall, sondern laut Schröder konkretes Ergebnis der guten Zusammenarbeit mit den Berufsschulen. Viele junge Leute nutzen die Chance, sich als Praktikanten in Dersenow umzusehen, und manch einer dieser Praktikanten kehrte dann als neuer Mitarbeiter wieder zurück. Zurück in die Pampa, wie es Schröder & Co. selbstironisch nennen. Auch wenn es mancher vielleicht anders sehen mag, Sebastian Schröder empfand die mit den vielen nach Deutschland gekommenen Flüchtlingen verbundenen Herausforderungen eher als Bereicherung. Das galt besonders für die in Dersenow verstärkt aufgenommen jugendlichen Kriegsflüchtlinge, obwohl es anfangs starke Bedenken wegen der auf dem flachen Lande verbreitete rechte Gesinnungen gab. Die Aufnahme der jungen Ausländer bedeutete auch für die Dersenower Erzieher viel Arbeit, da galt es, sich neues Wissen anzueignen, von Ausländerecht und Aufenthaltsstatus bis zu Sprache und Kultur. Zugleich erwies sich der Umgang mit den ausländischen unbegleiteten Jugendlichen als ein dankbares Arbeitsfeld, sie wollen zur Schule gehen und fordern von den Erziehern Hilfe ein. Für die Zukunft könnte sich Sebastian Schröder allerdings eine wichtige Änderung vorstellen. Stichwort „integrative Wohngruppe“, in der halb und halb Ausländer und Deutsche untergebracht werden und sich von Anfang an gegenseitig besser kennenlernen können.

Seit einiger Zeit hat auch der Heimleiter einen neuen Lieblingsplatz in Dersenow. Genauer gesagt, seit er sein frisch renoviertes und freundlicher ausgestaltetes Büro beziehen konnte. Zwar liegt es immer noch im Kellergeschoss aber nun ist vom „Keller“ nichts mehr zu spüren. Inzwischen ist sein Büro sogar zu einer ersten Adresse für Kollegen wie für Besucher geworden – ein guter Platz um konstruktiv zu arbeiten oder auch mal gemütlich miteinander zu plaudern. Insofern erweist sich sein Büro im Keller gewissermaßen als gutes Fundament erfolgreicher Sozialarbeit in der Pampa.

 

Wenn Hannelore Hesse auf ihre vielen Arbeitsjahre beim IB zurückblickt, dann huscht ein Lächeln über ihr Gesicht. Als gelernte Kindergärtnerin war sie im Oktober 1998 aus persönlichen Gründen vom Kindergarten in die stationäre Einrichtung nach Dersenow gewechselt und kann nun schon bald in ihren wohlverdienten Ruhestand gehen. Allerdings schwingt bei diesem Gedanken an das bevorstehende Ende ihres Berufslebens bei ihr ein Hauch von Wehmut mit.

Als ein besonderer Höhepunkt in ihrem Arbeitsleben ist ihr die Vollsanierung des Hauses vor einigen Jahren in guter Erinnerung geblieben. Schon in der Planungsphase waren damals auch die Ideen und Vorstellungen der Kollegen wichtig. Mit dem Einzug in das neue fertige Haus hatten sich die Arbeitsbedingungen für alle erheblich verbessert. Zugleich denkt sie gern daran zurück, dass sie vielen Kindern gute Grundlagen mit auf ihren Lebensweg geben konnte. Sicherlich sind es gerade in der stationären Arbeit oft eher die kleinen Erfolge, die motivieren, jeden Tag aufs Neue am Ball zu bleiben. Als Pädagoge braucht man dabei viel Geduld und enorme Ausdauer, um sich auch durch Rückschläge nicht aus dem Gleichgewicht bringen zu lassen. Da sind dann stetig neue Ideen für einen anderen Blickwinkel gefragt. Dersenow in der Pampa? – Nein das hat Hannelore Hesse nie so gesehen. Dersenow bedeutet ein kleines Paradies etwas abseits vom Trubel. Aus ihrer Sicht ein großer Vorteil für die Kinder und Jugendlichen, um bodenständig zu werden und zu bleiben. Die Anbindung an die umliegenden Dörfer – links und rechts – bringen Kontakte. Gern werden die Einladungen aus der Dorfgemeinschaft beispielsweise zu Erntefesten oder Laternenumzügen angenommen. Das schafft Nähe.

Abschiede von den Kindern machen sie immer sehr traurig. Wie sie sagt, sei ihr jedes einzelne Kind mit allen seinen Besonderheiten ans Herz gewachsen. Sie engagiere sich stark für die Ziele der Kinder. Gern möchte sie ihnen mit einer guten Schulbildung einen guten Start ins Leben geben. Schade findet sie es auch immer, wenn Kollegen Dersenow verlassen. Schön sei es dagegen, wenn neue, besonders auch junge Kollegen in der Einrichtung ihre Arbeit anfangen. In beiden Fällen jedoch müsse sich das Team stets wieder neu formieren, und das koste allen Zeit und Kraft.

 

Da Juliane Haul schon immer in der stationären Kinder- und Jugendhilfe arbeiten wollte, nutzte sie im November vergangenen Jahres die Chance, in der IB Einrichtung in ihr Berufsleben zu starten. Vom Team schnell ernst genommen zu werden, gefiel ihr gut. Im Unterschied zum Praktikum, so Juliane Haul, konnte sie hier recht bald selber arbeiten. Da sie Herausforderungen braucht, kam ihr sehr entgegen, dass sie in Dersenow schnell Verantwortung übernehmen konnte. Mit ihrem medizinischem Wissen und den therapeutischen Ansätzen fühlt sie sich als gute fachliche Ergänzung für das Team. Besonders am Herzen liegt ihr das Erweitern der ergotherapeutischen Ansätze - und sei es auch nur, mit den Bewohnern einen leckeren Kuchen zu backen. Ihren Lieblingsplatz in Dersenow hat sich Juliane Haul selbst gestaltet. Mit Unterstützung einer Kulturmittlerin und den Kindern und Jugendlichen haben sie in gemeinsamer Arbeit auf dem Gelände einen Kräuter- und Gemüsegarten angelegt. Dieser wurde gehegt und gepflegt, und nun konnten sich alle über die erste Ernte aus ihrem Garten freuen - Kräuter für das tägliche Kochen. Aber auch die reifen Früchte sind immer schnell aufgegessen.

Trotz ihrer recht langen Fahrt nach und von Dersenow will sie in der Pampa bleiben. Die Rückfahrt nutzt sie, um schon recht entspannt wieder zu Hause anzukommen. Allerdings sei sie als Berufsanfängerin auch noch beim Orientieren und will sich daher noch nicht so festlegen. Und ein großer Wunsch: So dürfe es in Dersenow gern noch viel, viel bunter sein. Überall einwenig mehr Farbe, damit jeder Besucher gleich bemerkt, dass hier Kinder zu Hause sind.

 

Alexander Gerth ist in einem der Nachbardörfer von Dersenow aufgewachsen, also mitten in der Pampa. Schon in der Schule hörte er von den Kindern aus dem „Heim“, und so mancher von „denen“ lernte auch in seiner Klasse. Und an einem Sonntag vor zwei Jahren begann für ihn sein erster aufregender Arbeitstag beim IB in Dersenow.

Bewusster geworden ist ihm in der Zeit, dass jeder Mensch mit seinem Handeln andere Menschen beeinflusst und für das weitere Leben prägt. Die Kinder und Jugendlichen schauen sich Verhaltensweisen ab und übernehmen viele von ihren Erziehern. Zudem habe jeder Kollege seine Rolle und genau dies mache die bunte Mischung in diesem Team aus. Er ist stolz darauf, auch ein Teil dieser Mischung zu sein. Der IB ist für Alexander Gerth mehr als nur Arbeit, es ist auch ein Stück Leben. Dazu gehört für ihn, auch mal einen ganzen Tag oder eine Nacht in Dersenow zu verbringen. Ihm ist es wichtig, sich in diese Arbeit nicht nur als Erzieher, sondern auch als Mensch einzubringen. Neben dem tollen Park ist sein anderer Lieblingsplatz in der Einrichtung die Küche als Mittelpunkt in seiner Wohngruppe. Diese Küche ist ein häufiger Treffpunkt für die Bewohner wie für das Personal. So kommt man nach seinen Erfahrungen bei den Malzeiten ungezwungener mit den Kindern ins Gespräch, es sei dann alles nicht mehr so förmlich. Auf diese Weise würde sich mancher schneller öffnen, und Probleme können ungezwungen, fast wie nebenbei, besprochen werden - fast so wie in einer richtigen Familie eben. Während seiner Ausbildung hatte er viel über die kreative Öffentlichkeitarbeit gelernt. Und so gestaltet er in der Wohngruppe gern neue Aushänge. Dieser neue Farbklecks schafft mehr Aufmerksamkeit. So richtig ausleben kann er seine Kreativität besonders bei den Festen in der Einrichtung. Unter seiner Anleitung kann dann immer gebastelt und gestaltet werden.

Im nächsten Jahr beginnt für Alexander Gerth ein neues Abenteuer. Der Arbeitsgeber IB stellt ihn für ein Jahr frei, um Australien zu erkunden. Über diese Kulanz freut er sich und verspricht zugleich, nach seiner kleinen Weltreise nach Dersenow zurückzukommen – und zwar sehr gern. Und auch den Traum von der Schauspielerei hat er keineswegs aufgegeben. Vielleicht wird eines Tages doch noch was daraus – mit den guten Erinnerungen an die schöne Zeit in Dersenow im beruflichen Reisegepäck.

 

 

Kontakt

Sebastian Schröder
IB-Kinder- und Jugendwohnungen Dersenow
Bergstr. 20
19260 Dersenow
Tel.: 038848 20308
Fax.: 038848 22219
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