Workshop: Gender- und Medienkompetenz in digitalen Jugendwelten
Zwischen Empowerment und Radikalisierung

Datum: 20. April 2026, 10 bis 11:30 Uhr & 21. April 2026, 10 bis 12 Uhr
Ort: online
Über die Veranstaltung:
Das Internet; unendliche Weiten, undurchschaubare Welten.
Auf der einen Seite profitieren wir von den vielen Möglichkeiten, die das Netz und soziale Medien bieten: Austausch, Vernetzung, Impulse, Schutzräume und Entfaltungsmöglichkeiten. Emanzipation und Befreiung von traditionellen Rollen und Bildern erscheinen so greifbar nah wie nie zuvor und Menschen tanken Kraft. Auf der anderen Seite beobachten wir Phänomene wie Tradwives und „Alpha“-Kult oder gewaltvolle Videos mit hoher Reichweite und ahnen, dass dieses endlose Internet wohl viel mehr Gefahren für eine gute Kindheit und Jugend birgt als zuvor genannte Chancen.
Diese Fortbildung beschäftigt sich am ersten Tag mit den Hard Facts aus einer genderpädagogischen Perspektive: welche spannenden Netzphänomene gibt es gerade, wer nutzt wie viel das Netz und Soziale Medien, was haben Trends mit Radikalisierung und Instrumentalisierung zu tun, woher kommen diese tradierten Genderstereotypen (plötzlich?) und welche Herausforderungen lassen sich daraus für pädagogische Fachkräfte ableiten?
Am zweiten Tag geht es um das Thema Gender- und Medienkompetenz: wie können Dinge thematisiert werden, wenn Fachkräfte sich selbst inkompetent im Netz fühlen und was bedeutet hier genau Medienkompetenz für das eigene Handeln? Welche moralischen Bedenken haben Fachkräfte und was ist die Grundhaltung zu Mediennutzung und Genderinszenierung? Wie können Jugendliche von Fachkräften profitieren ohne sich moralisch bewertet zu fühlen? Der Tag schließt mit einem Überblick über Methoden und Materialien zur Sensibilisierung ab.
Workshop-Leitung:
Stephanie Weber arbeitet als Lehrkraft und Gleichstellungsbeauftragte an der HS Niederrhein im Fachbereich Sozialwesen und lehrt im Bereich Kommunikation, Gender- und Medienpädagogik. Stephanie Weber ist Anti-Bias Multiplikator*in und publiziert Methoden zum Thema Intersektionalität und Genderkompetenz für pädagogische Fach- und Lehrkräfte in politische Bildungsarbeit und schulischen Einrichtungen.