Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Zum Jubiläum war auch der Vorstandsvorsitzende des Internationalen Bundes (IB), Thiemo Fojkar, geladen. Die Veranstaltung bot ihm Gelegenheit, Vertreter*innen der Gewerkschaft(en) zu treffen und aktuelle Themen zu besprechen.
In seiner Rede hob der ver.di-Vorsitzende Frank Werneke hervor, wie wichtig Gewerkschaften für den sozialen Ausgleich einer Gesellschaft sind. Dabei betonte er, dass es Aufgabe der Gewerkschaften sei, für Beschäftigte auskömmliche Lebensbedingungen zu schaffen – nicht in Gegnerschaft, sondern in konstruktiver Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern. Zudem begrüßte er das Bundestariftreuegesetz als wichtigen Schritt zu fairen Arbeitsbedingungen.
„Tarifgebundene Firmen haben bei Personalgewinnung und -bindung eine höhere Attraktivität“
Der IB unterstützt diese Auffassung ausdrücklich. „Tarifgebundene Firmen haben bei der Personalgewinnung und -bindung eine höhere Attraktivität. Faire Bedingungen sind ein entscheidender Faktor, gerade in der sozialen Arbeit“, sagt Thiemo Fojkar. „Trotz aller tariflichen Auseinandersetzungen pflegt der IB eine gute Tarifpartnerschaft und ist stolz, kürzlich mit ver.di und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft eine Einigung für 2027 und 2028 erzielt zu haben“, so Fojkar weiter.
Gleichzeitig nutzte Thiemo Fojkar die Gelegenheit, um seine Haltung zu gesellschaftlichen Themen zu bekräftigen. Er unterstrich, dass Profitinteressen nicht die Oberhand gegenüber sozialen Dienstleistungen gewinnen dürfen. Zudem wiederholte er, dass Gewerkschaften und IB den von der Politik geplanten Kürzungen in der Jugendhilfe eine klare Absage erteilen.
Mit rund 1,8 Millionen Mitgliedern aus mehr als 1.000 Berufen ist ver.di die zweitgrößte deutsche Gewerkschaft. Sie entstand 2001 aus fünf Einzelgewerkschaften und ist Mitglied im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Seit 25 Jahren setzt sie sich für faire Arbeitsbedingungen, Demokratie und Solidarität ein.