IB: Sprachtests für Kinder sind sinnvoll, aber nicht durch externe Personen!

Schwerpunkt sollte auf Sprachförderung statt -diagnose liegen


Kinder in einer Kindertagesstätte

Kinder in einer Kindertagesstätte: Der Internationale Bund (IB) fordert den Erhalt des Bundesprogramms "Sprach-Kitas". Foto: Shutterstock

Der Internationale Bund (IB) reagiert auf die Forderung von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger, die gern flächendeckend Sprachtests für Kleinkinder in Deutschland einführen würde. Bislang handhaben die Bundesländer das Thema unterschiedlich.

Der IB unterstützt die Forderung im Prinzip, wünscht sich aber bestimmte Rahmenbedingungen. Die von der Ministerin vorgeschlagene Sprachstandserhebung erfolgt durch den Kindern völlig fremde, externe Fachkräfte. Dabei in nur einem Setting und für nur wenige Minuten die Kenntnisse und Fähigkeiten abzufragen, ist aus Sicht des Internationalen Bundes nicht sinnvoll.

"Es gab bis Sommer 2023 ein hervorragend abgestimmtes, bundesweites Sprachbildungsprogramm, die "Sprach-Kitas". Seit 2016 haben sich darüber Netzwerke entwickelt, Fachkräfte wurden ausgebildet, inklusive Fachberatungskonzepte entwickelt. Das Programm läuft 2024 aus. Die weitere Finanzierung sollen die Länder übernehmen, was vermutlich nicht flächendeckend gelingt", sagt Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des IB.

Die Forderung des IB an die Politik: "Erhalten Sie das Sprach-Kitas-Programm in der ursprünglichen Form auf Bundesebene!"

Die "Sprach-Kitas" haben Kinder alltagsorientiert in einem ihnen bekannten Umfeld mit vertrauten Menschen in der Sprachentwicklung begleitet. Die Sprachkita-Fachkraft konnte dadurch mit dem pädagogischen Personal der Kita genau planen, wie das Kind gefördert werden kann.

Thiemo Fojkar: "Unsere Forderung an die Politik lautet: Erhalten Sie das Sprach-Kitas-Programm in der ursprünglichen Form auf Bundesebene! Investieren Sie in pädagogische Angebote in Kitas und nicht in psychologische Testverfahren. Wir sollten Kinder individuell fördern und den Schwerpunkt nicht auf eine Diagnose stellen, die die Kinder sehr lange Zeit - meist nicht im Positiven - begleiten."

Der Internationale Bund ist selbst bundesweit Anbieter von Kitas, Horten und Ganztagsbetreuung. Zudem ist er in der Sprachbildung tätig.


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