Internationaler Bund erklärt seine Solidarität mit Anti-Kriegs-Protesten in Russland

Warnung vor Pauschalverurteilung in Deutschland lebender Menschen russischer Abstammung


Der Internationale Bund (IB) solidarisiert sich mit den Anti-Kriegs-Demonstrationen in Russland, bei denen bereits Tausende verhaftet wurden. Foto: Konstantin Lenkov / Shutterstock

Frankfurt am Main, 18. März 2022. Der Internationale Bund (IB) erklärt sich mit den Demonstrierenden solidarisch, die in Russland gegen den Krieg in der Ukraine protestieren. Der freie Träger der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit würdigt den Mut und die Entschlossenheit der Menschen in Moskau und anderen Städten des Landes, trotz staatlicher Einschüchterungen öffentlich für Frieden einzutreten. Seit Beginn des Krieges wurden bereits Tausende Personen festgenommen, die sich auf Plakaten oder mit Sprechchören gegen den Überfall auf die Ukraine ausgesprochen hatten.

„Es ist ein Privileg in der Demokratie, sich öffentlich zu versammeln und Entscheidungen der Regierung zu kritisieren. In autokratisch geführten Staaten wird dieses Verhalten bestraft. Menschen werden verhaftet und daran gehindert, ihr Grundrecht auf Meinungsfreiheit wahrzunehmen. Umso höher ist die Zivilcourage jener einzuschätzen, die sich derzeit in Russland mit vollem Bewusstsein in die Gefahr staatlicher Bestrafung begeben, um die eigene Stimme gegen den Krieg zu erheben“, sagt IB-Präsidentin Petra Merkel.

IB-Präsidentin Petra Merkel: „Ausgrenzung oder physische Gewalt sind das falsche Gegenmittel!“

Der IB warnt zudem eindringlich davor, in Deutschland lebenden Menschen russischer Abstammung pauschal Zustimmung zum Handeln der Regierung in Moskau zu unterstellen. „Die bislang weit mehr als 300 polizeilich registrierten Anfeindungen und Bedrohungen, die es in den vergangenen Wochen gegenüber russischen oder russischstämmigen Menschen und Einrichtungen in ganz Deutschland gegeben hat, sind völlig inakzeptabel! Selbst wenn jemand Verständnis für Putins Argumentation aufbringt – viele Russen*Russinnen in Deutschland oder anderswo tun das gar nicht – Ausgrenzung oder gar physische Gewalt sind das falsche Gegenmittel!“, betont Petra Merkel. So achte der IB sehr genau darauf, dass Kollegen*Kolleginnen oder Klienten*Klientinnen russischer Abstammung nicht wegen ihrer Herkunft diskriminiert oder angefeindet werden.

Inzwischen sind die zahlreichen Hilfsaktionen des Internationalen Bundes für die Ukraine in vollem Gange. Mehrere Transporte mit Sachspenden sind bereits im polnischen Krakau eingetroffen, wo viele Geflüchtete aus dem Kriegsgebiet ankommen. Der IB unterhält dort eine eigene Gesellschaft, die Stiftung IB Polska. Diese nimmt bereits seit Jahren Aufgaben im Bereich der Sozialarbeit wahr und koordiniert nun die Hilfe vor Ort.

Um die Menschen in der Ukraine und Geflüchtete weiterhin unterstützen zu können, bittet der IB unter dem Stichwort „Ukrainehilfe“ um Spenden auf das Konto der IB-Stiftung. Bislang sind bereits mehr als 100.000 Euro zusammengekommen. Es ist jedoch leider zu befürchten, dass die Hilfsaktionen noch länger andauern müssen und weitere Mittel benötigt werden.

Spendenkonto: IBAN: DE53 5004 0000 0594 1208 00

Über den Internationalen Bund:

Der Internationale Bund (IB) ist mit mehr als 14.000 Mitarbeitenden einer der großen Dienstleister in der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit in Deutschland. Er unterstützt Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren*Seniorinnen dabei, ein selbstver-antwortetes Leben zu führen – unabhängig von ihrer Herkunft, Religion oder Weltanschauung. Sein Leitsatz „Menschsein stärken“ ist für die Mitarbeiter*innen Motivation und Orientierung.

Weitere Informationen:

Internationaler Bund (IB)

Dirk Altbürger

Telefon +49 69 94545-112

dirk.altbuerger@ib.de

internationaler-bund.de


Spendenaktion

Die Stiftung des Internationalen Bundes sammelt nach wie vor Geldspenden, um Menschen zu unterstützen, die aus der Ukraine nach Polen geflohen sind.  Nähere Angaben dazu sowie viele weitere Informationen zum Thema gibt es hier.

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