Eine große Mehrheit der Deutschen fordert mehr Verlässlichkeit im Bildungssystem. Laut Kinderreport 2026 des Deutschen Kinderhilfswerks halten neun von zehn Erwachsenen bundesweit einheitliche Bildungsstandards und -bedingungen für wichtig oder sehr wichtig, um Kindern aus sozioökonomisch benachteiligten Familien bessere Chancen zu eröffnen. Auch die jungen Menschen selbst sprechen sich deutlich für bundesweit einheitliche Regeln in Schulen sowie kostenlose Bildung aus.
Der Internationale Bund (IB) sieht darin einen klaren Auftrag an die Politik, verlässliche Rahmenbedingungen für mehr Bildungsgerechtigkeit zu schaffen. Die Mitarbeitenden des freien Trägers der Jugend-, Bildungs- und Sozialarbeit unterstützen Kinder und Jugendliche täglich vor Ort: in Kitas, Schulen, Jugendhilfe, Schulsozialarbeit, Sprachförderung und beruflicher Bildung. Damit sie junge Menschen überall wirksam begleiten können, braucht Deutschland mehr Investitionen in Bildung.
Maßnahmen für mehr Bildungsgerechtigkeit wären Lern- und Sprachförderangebote, Sozialarbeit sowie psychosoziale Beratung an Schulen
Zugang zu guter Bildung darf nicht vom Wohnort oder vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Ausgaben für Bildung sind Investitionen in die Zukunft und den Wohlstand unseres Landes sowie in die Chancen junger Menschen. Bildung ist die Voraussetzung für ein selbstständiges Leben. Dafür brauchen wir gemeinsame Standards, ausreichend qualifiziertes Personal und starke Bildungsangebote vor Ort.
Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des IB
Zudem unterstützt der IB die im Kinderreport geforderten Maßnahmen für mehr Bildungsgerechtigkeit: verbindliche Lern- und Sprachförderangebote, eine flächendeckende Sozialarbeit, Demokratiearbeit, erweiterte Mitbestimmungsmöglichkeiten für Schüler*innen sowie psychosoziale Beratung an Schulen. Aus Sicht des IB ist all das eine gemeinsame Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen.