Rentenlücke Mann-Frau in keinem OECD-Industrieland größer als in Deutschland

Weltfrauentag: Weibliche Bevölkerung erbringt deutlich mehr unbezahlte Haus-, Erziehungs- und Pflegearbeit


Mutter im Homeoffice

Mutter im Homeoffice: Der Internationale Bund (IB) macht zum Weltfrauentag darauf aufmerksam, dass Frauen oft den eigenen Beruf, die Kinderbetreuung UND die Hausarbeit stemmen müssen. Foto: Geber86

Der Internationale Bund (IB) weist zum Weltfrauentag am 8. März darauf hin, dass die Rentenlücke zwischen Mann und Frau hierzulande größer ist als in allen anderen OECD-Industrieländern. Sie beträgt aktuell etwa 46 Prozent. Rentnerinnen erhalten damit also deutlich weniger Geld - und sind entsprechend häufiger von Altersarmut betroffen.

Der wichtigste Grund dafür lautet, dass Frauen laut Statistischem Bundesamt rund 52 Prozent mehr - meist unbezahlte - Haus-, Erziehungs- und Pflegearbeit leisten als ihre Lebenspartner. Entsprechend weniger Zeit haben sie für den Beruf. Sie sind mehr als doppelt so oft in Teilzeit angestellt wie männliche Kollegen. Dadurch zahlen sie deutlich weniger in die Rentenkasse ein und verfügen bei Beendigung des Arbeitslebens über geringere finanzielle Mittel.

71 Prozent der Führungspositionen im IB haben Frauen inne - Sie erhalten tariflich festgelegt für gleiche Arbeit gleichen Lohn

Leider ist auch die ungleiche Bezahlung ein Problem. Frauen erhalten oft für identische Tätigkeiten weniger Lohn als Männer. In diesem Zusammenhang macht der Internationale Bund darauf aufmerksam, dass seine weiblichen Mitarbeitenden tariflich festgelegt bei gleicher Aufgabe in der gleichen Gesellschaft des IB auch exakt das selbe verdienen. Fast drei Viertel der Angestellten des IB sind Frauen. 71 Prozent der Führungspositionen im Unternehmen haben Frauen inne.

Der IB übermittelt seit Jahren seine Daten an den Fair Share Monitor. Dies ist ein datenbasiertes Instrument zur Untersuchung der Geschlechterverteilung in den Belegschaften zivilgesellschaftlicher Organisationen. Mit jeder Aktualisierung werden Fort- oder Rückschritte in der geschlechtergerechten Besetzung von Führungspositionen transparent gemacht.

"Wir sollten uns nicht der Illusion hingeben, der Prozess der Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern - und damit meine ich nicht nur Mann und Frau - sei irgendwann abgeschlossen. Es ist ein Thema, dem wir jeden Tag und in vielen Situationen neuerlich Geltung verschaffen müssen. Wir wollen ein guter Arbeitgeber für Frauen sein und sind meiner Meinung nach auf einem guten Weg", sagt Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des IB.


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