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Sportbox, Kunst im Koffer und ein rollendes Café

Wie ein IB-Angebot einer Frankfurter Straße neues Leben einhaucht

Jannis Plastargias malt den bunten Schriftzug „GUSTAV“ auf die Straße in der Gustavsburgstraße im Frankfurter Gallus.
Mehr Farbe fürs Quartier: Jannis Plastargias begleitet das Beteiligungsprojekt GUSTAV im Frankfurter Gallus. Foto: IB

Trist, grau, anonym: das war die Gustavsburgstraße im Frankfurter Stadtteil Gallus bis vor vier Jahren. Heute ist sie belebt und bunt. Jung und Alt aus der Nachbarschaft kommen hier zusammen, packen gemeinsam an oder treffen sich zu einer spontanen Sporteinheit. Hinter dieser Entwicklung steht das Beteiligungsprojekt „GUSTAV“ (Gemeinschaft. Umgestaltung. Stadtteil. Vernetzung), das der Internationale Bund (IB) gemeinsam mit weiteren Partnern im Stadtteil umsetzt.

Der IB unterstützt „GUSTAV“ über den Jugendmigrationsdienst im Quartier (JMD) Gallus. „Ziel ist es, den öffentlichen Raum als gemeinsamen Begegnungsort zu gestalten“, erklärt Jannis Plastargias, der das Projekt als Sozialarbeiter im JMD im Quartier begleitet

Damit das gelingt, setzen wir auf vielfältige Angebote, die sowohl Kinder und Jugendliche als auch Familien ansprechen.

Gemeinschaft entsteht, wenn Menschen Orte mitgestalten

Besonders gut gelingt das über Bewegungsangebote wie die Sportbox: Rund um die Uhr können Spiel- und Sportgeräte kostenfrei per App ausgeliehen werden – von Bällen über Tischtennisschläger bis hin zu Slacklines zum Balancieren. Das schafft spontane Begegnungen im Alltag.

Gleichzeitig entstehen neue Aufenthaltsorte im Quartier. Bewohner*innen haben einen 20 Meter langen Tisch gebaut, der mit dem Nachbarschaftspreis ausgezeichnet wurde und an dem alle Platz haben – Kinder, Erwachsene und Rollstuhlfahrende. Hier trifft sich die Nachbarschaft, isst, spielt und verbringt Zeit miteinander. 

Ein 20 Meter langer Tisch aus Holz
20 Meter Nachbarschaft: Der gemeinsame Tisch in der Gustavsburgstraße bringt Menschen im Quartier zusammen. Foto: Gallus Zentrum

Ein Bauwagen dient als Treffpunkt und wird regelmäßig für Leseangebote und Spielenachmittage genutzt. „Wichtig ist, dass die Menschen den Ort selbst mitgestalten und nutzen“, so Plastargias. „Dann entsteht auch Gemeinschaft.“

Zentrale Impulse für die Quartiersarbeit in der Straße im Gallus entstehen aus gemeinschaftlichen Aktionen: Jugendliche gestalten Graffitiwände, Teilnehmende der IB-Bildungswerkstatt Frankfurt bauen Sandkästen für Kinder. Mit Formaten wie dem „KunstKoffer 069“ und dem „Rollenden Buchcafé“ entstehen zusätzliche niedrigschwellige Kultur- und Bildungsangebote direkt im öffentlichen Raum.

„Gerade in Großstädten bleibt die Nachbarschaft oft anonym. Initiativen wie GUSTAV zeigen, wie Gemeinschaft vor der eigenen Haustür entsteht und aus einer Straße ein Ort für alle wird. Die Menschen holen sich ihre Stadt zurück", sagt Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des IB.

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