UNESCO-Weltbildungsbericht: Digitalisierung ist kein Selbstzweck!

Internationaler Bund fordert besseren Ausbau des Internets – auch in Deutschland


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UNESCO-Logo: Der Internationale Bund (IB) fordert auch in Deutschland schnelleres Internet. Logo: UNESCO

Der aktuell in deutscher Sprache erschienene UNESCO-Weltbildungsbericht 2023 mit dem Titel "Technology in Education" warnt, dass es beim Einsatz digitaler Technologien in der Bildung nie ausschließlich um digitalen Input gehen dürfe. Stets müsse die pädagogische Zielsetzung Priorität haben. 

(Relativ) neue Technologien, so das Dokument, verbessern den Bildungszugang für räumlich schwer erreichbare Zielgruppen oder die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Doch international besteht ungleicher Zugang dazu. Dadurch drohen bereits bestehende Ungleichheiten, sich zu verstärken.

"Das Internet wird oft noch als Luxus oder als Freizeitaktivität der Jugend gesehen. Das ist falsch! Es ist für viele Menschen eine wichtige Quelle für Bildung, Nachrichten, Wirtschaft und Gesundheit. Das gilt übrigens auch in Deutschland, wo der Netzausbau längst nicht in allen Regionen angemessen ist. Hier muss gehandelt werden!", sagt Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des Internationalen Bundes (IB), der selbst in großem Umfang Bildungsanbieter ist – auch international.

Lehrkräfte benötigen Weiterbildung in der Technologie 

Die COVID-19-Pandemie bewies laut UNESCO-Bildungsbericht, dass Online-Angebote in der Krise beim Lernen helfen können. Doch mehr als eine halbe Milliarde Schüler*innen weltweit blieben dabei außen vor – meist solche, die ohnehin benachteiligt waren. Das Recht auf Bildung schließt den Zugang zum Internet ein. Doch der bringt – wenn vorhanden – nur etwas, falls Lehrkräfte die Technik pädagogisch zu nutzen wissen.

Zentrum aller Überlegungen, so die UNESCO-Fachleute, müssten stets die Lernenden und Lehrenden sein – nicht die Technologie, denn sie kann die menschliche Interaktion nicht ersetzen. Der Bericht schlägt einige Leitfragen für politische Entscheidungsträger*innen vor, um sicherzustellen, dass die Technik dem Menschen dient und nicht umgekehrt:

  • Ist der Einsatz der Technologie für den spezifischen Kontext pädagogisch sinnvoll?
  • Werden Lernende zurückgelassen?
  • Ist der Einsatz skalierbar?
  • Ist der Einsatz in Hinblick auf die Lernziele nachhaltig

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