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Weltgesundheitstag: Was Deutschland für junge Menschen mit psychischen Problemen tun müsste

Auf die Pandemie folgten Krieg in Europa und gesellschaftliche Spaltung – sie führen zu Ängsten, Depressionen und Einsamkeit

Eine junge Frau hockt auf einem Steinblock, im Hintergrund ist das Meer zu sehen. Die Frau hat rosafarbene Haare und hält eine rosafarbene Tasche in den Händen.
Zum Weltgesundheitstag warnt der Internationale Bund (IB): Immer mehr junge Menschen leiden unter psychischen Belastungen – besorgniserregend ist vor allem die wachsende Einsamkeit: Bild: freepik.com

Der psychische Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen in Deutschland ist alarmierend. Immer mehr junge Menschen leiden unter Angstzuständen, Depressionen und Einsamkeit. Daran erinnert der Internationale Bund (IB) zum Weltgesundheitstag am 7. April.

Nach der Pandemie, die Kinder und Jugendliche aus ihrem sozialen Umfeld riss, folgten Kriege, Klimakrise, wirtschaftliche Probleme und eine gespaltene Gesellschaft. Das erzeugt Stress, Ängste und das Gefühl fehlender Selbstwirksamkeit.

Besorgniserregend ist vor allem die wachsende Einsamkeit. Trotz ständiger Online-Kommunikation fühlen sich viele junge Menschen isoliert. Soziale Medien verstärken den Druck, perfekt wirken zu müssen, und belasten das Selbstwertgefühl. Für die psychische Entwicklung sind echte Beziehungen, Vertrauen und Zugehörigkeit entscheidend – doch genau die fehlen.

„Deutschland braucht eine nationale Strategie für psychische Gesundheit”

Die Folge: Psychische Erkrankungen gehören zu den häufigsten Gesundheitsproblemen bei Kindern und Jugendlichen. Doch wer Hilfe braucht, wartet monatelang auf einen Therapieplatz. Besonders Familien mit wenig Einkommen oder komplexen Lebenssituationen haben Schwierigkeiten, Unterstützung zu finden.

Umso dringlicher wäre eine klare nationale Strategie zur Förderung der psychischen Gesundheit junger Menschen – keine Einzelmaßnahmen, sondern ein langfristiger, gut finanzierter Plan. Dazu zählen:

  • mehr niedrigschwellige Unterstützung in Schulen und Jugendzentren
  • der deutliche Ausbau von Therapie- und Präventionsplätzen
  • bessere finanzielle und strukturelle Rahmenbedingungen für Fachkräfte
  • langfristige Förderung von Jugendarbeit, Kultur- und Freizeitangeboten

Die psychische Gesundheit junger Menschen ist kein Randthema – sie betrifft das Fundament der Gesellschaft. Wer nicht handelt, riskiert die Zukunft einer Generation. Als Mitglied im Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit setzt sich der IB auf Bundesebene für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ein. Unser Ziel ist, Bewusstsein zu schaffen und die nötige Unterstützung durch die Politik zu fördern.

Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des IB

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