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Beginn des neuen Ausbildungsjahres: wie der IB junge Menschen während der Lehre fördert

Assistierte Ausbildung hilft bei Problemen mit Berufsschulstoff oder Prüfungsangst und unterstützt bei der persönlichen Haushaltsführung 

Eine junge Frau mit blonden, halblangen Haaren und eine rosafarbenen Top arbeitet mit einer Säge an einem Stück Holz.
Junge Frau in der Ausbildung: Der Internationale Bund (IB) zeigt, wie die Assistierte Ausbildung (AsA) junge Menschen bei Herausforderungen unterstützt. Foto: Hans Scherhaufer

Jährlich am 1. September beginnt das neue Ausbildungsjahr und damit für zahlreiche junge Menschen ein wichtiger Lebensabschnitt. 2025 wurden 476.000 betriebliche Ausbildungsverträge neu geschlossen. Hinter jedem Vertrag verbirgt sich eine individuelle Zukunftsperspektive sowie ein Betrieb, der darauf hofft, einen jungen Menschen zur kompetenten Fachkraft zu qualifizieren. 

Dabei verläuft nicht jede Ausbildung reibungslos. „Wer eine Ausbildung beginnt, findet sich häufig in ganz unbekannten Zusammenhängen wieder“, sagt Torsten Wolf, Bereichsleitung der Beruflichen Bildung beim Internationalen Bund (IB) im Bildungszentrum Zweibrücken.

„Auch wenn ein Ausbildungsbeginn mit 16, 17 Jahren längst nicht mehr der Regelfall ist, befinden sich Auszubildende oft mitten in der Sozialisation. Ein gelungener Übergang in die Ausbildung ist da nicht die einzige Herausforderung“, weiß der Diplom-Pädagoge. Das Zweibrückener Bildungszentrum des IB hat ein Angebot, „das genau die richtige Hilfe darstellt, um die Herausforderungen zu bewältigen. Das gilt besonders für junge Menschen, die es trotz eines schweren Rucksacks mit persönlichen Problemen geschafft haben, einen Ausbildungsplatz zu finden“, so Wolf. 

Gemeint ist die Assistierte Ausbildung (AsA). Wolfs Team bietet sie im Auftrag der örtlichen Arbeitsagentur und des Jobcenters an. AsA ist kein eigenes Ausbildungsformat. Sie richtet sich an junge Menschen in Ausbildung und unterstützt sie individuell. Häufig betrifft das den Berufsschulstoff.

Wir bieten in der AsA für verschiedene Ausbildungsberufe Stützkurse, in denen wir Schwierigkeiten mit dem Theorieteil angehen. Manche Jugendliche müssen auch berufsbezogene Lücken in der Grundbildung schließen.

Torsten Wolf, Bereichsleiter im Bildungszentrum Zweibrücken

Darüber hinaus können sich Auszubildende dank AsA Themen wie Prüfungsangst widmen oder sich Lernstrategien erarbeiten. Manchmal geht es auch um praktische Dinge des Alltags: persönliche Finanzen und Haushaltsführung oder gesunde Ernährung und Lebensführung.  

Das Ideal ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Betrieben, Berufsschulen und Berufsberatungen 

Torsten Wolf: „Wenn es im Privaten Probleme gibt, schlägt das oft auf die Ausbildung durch. Wir wollen dem vorbeugen, so gut es geht. Das klingt leichter, als es getan ist, denn eine gute Beziehung ist die Voraussetzung dafür, dass sich die Auszubildenden uns anvertrauen, oder wir von uns aus zu kritischen Themen in den Dialog kommen.“ Diese Beziehung aufzubauen, benötigt Zeit.  

„Die jungen Menschen sind in erster Linie Auszubildende und nehmen ein paar Stunden pro Woche zusätzlich an der AsA teil und wir müssen uns als anerkannte Ansprechpersonen etablieren“, erläutert Wolf. Es geht ihm darum, mit den Jugendlichen, den Betrieben, Berufsschulen, Berufsberatungen und bisweilen auch mit anderen Stellen des Hilfesystems erfolgreich zusammenzuarbeiten. Für diese vielfältige, anspruchsvolle Arbeit sind in der AsA Fachleute zuständig.  

„AsA unterstützt auch die Betriebe“, sagt Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des IB. „Die Zahl der ausbildenden Firmen nimmt ab. Das muss uns als Gesellschaft beschäftigen. Die gesetzlichen Pflichten eines Ausbildungsbetriebes kann, darf und soll die AsA natürlich nicht übernehmen. Ich wünsche mir, dass Betriebe auch Bewerber*innen zum Gespräch einladen, die sie früher auf den ersten Blick abgelehnt hätten. Jeder Mensch hat eine Chance verdient. Die AsA bietet die Möglichkeit, dass aus dieser Chance ein Glücksfall für beide Seiten wird.“

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