"Respekt Coaches" sind Prävention gegen Angriffe auf die Politik - und werden von der Politik gekürzt

Internationaler Bund verurteilt jüngste Attacken und Bedrohungen auf das Schärfste - Träger hat 2024 zum "Jahr der Demokratie" ausgerufen


Schüler*innen im Unterricht

Schüler*innen im Unterricht: Der Internationale Bund (IB) sieht die Kürzungen beim Bundesprogramm "Respekt Coaches" als vertane Chance zur Prävention gegen Gewalt und Ausgrenzung. Foto: Shutterstock

Der Internationale Bund (IB) kritisiert die Kürzungspläne der Politik für das Bundesprogramm "Respekt Coaches", bei dem an Schulen demokratische Werte wie Meinungsbildung, Toleranz und Gewaltfreiheit vermittelt werden. Dies gilt insbesondere angesichts der jüngsten körperlichen und verbalen Attacken auf mehrere Politiker*innen, unter anderem in Dresden.

Der IB verurteilt die Bedrohung und Gewalt gegen Politiker*innen aller Parteien auf das Schärfste: "Dies ist nicht nur ein Angriff auf eine Person, sondern auf die Demokratie und das, wofür sie steht: Wahlen, zivilgesellschaftliches Engagement, Meinungsfreiheit, Menschenwürde und mehr!", sagt Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des IB.

Die Respekt Coaches stärken junge Menschen gegen Rassismus oder Antisemitismus

Die zunehmende Aggression gegen politisch engagierte Menschen zeigt aus Sicht des Trägers der Jugend-, Sozial- und Bildungsarbeit, wie wichtig demokratiestärkende Angebote sind. Mit seiner Bildungsarbeit, speziell jener mit jungen Menschen, setzt sich der IB für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. Die Respekt Coaches haben 2023 bundesweit rund 400.000 Schüler*innen an mehr als 850 Schulen erreicht - mit Themen wie gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Rassismus oder Antisemitismus. Dies stärkt ihre Abwehrkräfte gegen extremistische Strömungen.

"Angesichts der jüngsten Entwicklungen ist umso unverständlicher, dass der Bund den Respekt Coaches 2024 mehr als zehn Millionen Euro gekürzt hat. Jetzt erreichen wir nur noch Schüler*innen an etwa 310 Schulen. Für 2025 drohen weitere Kürzungen. Dabei ist dieses Programm eine effektive Prävention gegen Übergriffe wie in Dresden. Die Sicherheit der Demokratie darf nicht Opfer haushaltspolitischer Spielereien sein, sondern muss endlich finanziell langfristig abgesichert und eigentlich sogar deutlich aufgestockt werden", so Thiemo Fojkar.

Der Internationale Bund hat 2024 zum Jahr der Demokratie ausgerufen und leistet mit Fortbildungen, Aktionen und Veröffentlichungen politische Bildungsarbeit. In einem Papier zum Umgang mit der AfD hat sich die Organisation klar von der Partei und ihren Zielen distanziert. Sie sind mit den Werten des IB unvereinbar.


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