"Wir wissen die Leistungen unserer Lehrer*innen sehr zu schätzen"

Der 5. Oktober ist der UNESCO-Welttag des Lehrers und der Lehrerin / Schlüsselrolle in Pandemiezeiten

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Heute ist der Welttag der Lehrerin und des Lehrers. Aus diesem Anlass erinnert die UNESCO an die Schlüsselrolle von Lehrkräften bei der Unterstützung von Schülerinnen und Schülern während der Covid-19-Pandemie. Es sei notwendig, in bessere Ausbildung und berufliche Weiterbildung zu investieren, um Lehrkräfte dazu zu befähigen, mit solch einer Krise umzugehen.

Eine gemeinsame Untersuchung von UNESCO, UNICEF und der Weltbank zu den Reaktionen auf Covid-19 ergab, dass nur die Hälfte aller befragten Länder eine zusätzliche Ausbildung für Lehrende im Distanzunterricht organisierte. Weniger als ein Drittel bot psychosoziale Unterstützung an, um ihnen bei der Bewältigung der Krise zu helfen.

Die Covid-19-Pandemie bringt die Gefahr einer weiteren Verschärfung von Ungleichheiten im Bildungssystem mit sich, befürchtet die UNESCO. Lehrkräfte sind hier gefordert, weitere Fähigkeiten zu entwickeln, zum Beispiel bei der Beurteilung von Lernverzögerungen oder Bedrohungen für das geistige und sozial-emotionale Wohlbefinden von marginalisierten Lernenden. Eine grundlegend inklusive Ausrichtung der Lehrkräfteausbildung ist dafür entscheidend.ende

„Als Träger von Ersatzschulen und Schulen in freier Trägerschaft wissen wir die Leistungen unserer Lehrer*innen gerade in den vergangenen Monaten sehr zu schätzen“, stellt der IB-Vorstandsvorsitzende Thiemo Fojkar fest. „Wie niemals zuvor mussten beispielsweise während der Schulschließungen im Frühling und Sommer die bisherigen Lernformate in Präsenzform sehr schnell digitalisiert werden, um den Unterricht sicherzustellen. Für uns als Träger ist es dabei wichtig, dass Schüler*innen aus besonders problembeladenen Familien dabei nicht abgehängt werden. Wir haben alles daran gesetzt, dass dies nicht geschieht. Aber erst jetzt, nach Monaten, wurden die weitergehenden notwendigen politischen Entscheidungen getroffen, um beispielsweise alle Lehrer*innen mit digitalen Endgeräten zu versorgen oder Netzwerkadministratoren*innen einzusetzen, um einen reibungslosen professionelleren digitalen Unterricht zu gewährleisten. Hier muss noch mehr unternommen werden. Ob die zur Verfügung gestellten Mittel auch gerecht auf die bedürftigeren Bundesländer verteilt werden, muss sich noch erweisen. Außerdem ist noch keine zufriedenstellende Lösung in Sicht, dass die Mittel aus dem Digitalpakt Schule besser zum Einsatz kommen. In vielen Bereichen werden die Lehrkräfte noch immer alleine gelassen, auch wenn es um die Hygienemaßnahmen geht, für die es immer noch keine einheitlichen Regelungen gibt. Zusätzlich muss es mehr Mittel für den Ausbau der digitalen Methodenkompetenz der Lehrer*innen und deren Fortbildung geben, damit sie ihren Aufgaben auch während der Pandemie nachkommen können. Aktuell drohen wir eine gesamte Generation von Schüler*innen wegen Corona und der mangelnden Vorbereitung auf digitalen Unterricht zu Verlierern*innen der aktuellen Pandemiekrise zu machen. Als IB setzen wir alles daran, unseren Aufgaben im Interesse unserer Schüler*innen gerecht zu werden und ihnen eine gute Basis für ein späteres selbstbestimmtes Leben zu geben“, so Fojkar abschließend.


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