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Ein Zuhause auf Zeit

Neue IB-Wohngruppe bietet Kindern Schutz und ein stabiles Umfeld

Kinderzimmer mit weißem Bett, Schreibtisch und Drehstuhl vor einer gelb gestrichenen Wand in einer Wohngruppe für Kinder in Burg.
Blick in die Einrichtung: ein Kinderzimmer in den neuen Wohngruppen des Internationalen Bunds (IB) in Burg. Foto: IB

Das vierte Jahr in Folge ist in Deutschland die Zahl der Kindeswohlgefährdungen auf einen neuen Höchststand gestiegen. Wenn Kinder vorübergehend oder längerfristig nicht bei ihren Eltern leben können, brauchen sie ein Umfeld, das ihnen Schutz, Stabilität und verlässliche Beziehungen bietet. Der Internationale Bund (IB) betreibt bundesweit über 160 stationäre Erziehungshilfen, teils mit unterschiedlichen Gruppen. Im sachsen-anhaltischen Burg hat er nun einen weiteren solchen Ort geschaffen: mit zwei neuen Wohngruppen für Kinder im Alter von null bis zwölf Jahren. 13 der 16 Plätze sind bereits belegt. 

Die Gründe, warum Kinder zeitweise nicht bei ihren Eltern leben können, sind vielfältig. Häufig fehle es zu Hause an elterlicher Fürsorge und festen Strukturen, berichtet Melanie Geiler, Einrichtungsleiterin der neuen IB-Wohngruppen. In manchen Familien komme es zu häuslicher Gewalt oder die Eltern könnten ihre Kinder aufgrund von eigenen psychischen Erkrankungen aktuell nicht gut versorgen. Manche Kinder gingen auch nicht regelmäßig in die Kita oder Schule. 

Struktur und Verlässlichkeit im Alltag 

Die „Mini-Station“ nimmt Kinder von null bis sechs Jahren auf, die „Kids-Station“ jene von sechs bis zwölf Jahren. Einige bleiben nur für kurze Zeit, andere über mehrere Jahre – im Einzelfall können Kinder vom Kleinkindalter bis zum zwölften Lebensjahr und darüber hinaus in der Einrichtung leben. Auch kurzfristige Aufnahmen im Rahmen einer Inobhutnahme durch das Jugendamt sind möglich. 

Im Alltag geht es zunächst um Dinge, die selbstverständlich erscheinen mögen: morgens aufstehen, Zähne putzen, duschen, regelmäßig Kita oder Schule besuchen. Die Mitarbeitenden vermitteln Regeln und geben den Kindern feste Strukturen. Gleichzeitig gehören gemeinsame pädagogische Angebote und Freizeitaktivitäten zum Alltag: basteln, spielen oder gemeinsam die Fenster der Wohngruppen dekorieren. So sollen die Kinder Sicherheit erfahren, Beziehungen aufbauen und Schritt für Schritt einen verlässlichen Alltag kennenlernen. 

Ziel bleibt die Rückkehr in die Familie 

Die Wohngruppe soll für die Kinder möglichst ein Zuhause auf Zeit sein. 

Unser Ziel ist immer die Zusammenführung mit den Eltern. Dafür brauchen wir deren Mitarbeit.

Melanie Geiler, Einrichtungsleiterin

Der Kontakt zur Familie bleibt deshalb ein wichtiger Bestandteil der Betreuung. Dazu gehören unter anderem eine Eingewöhnungsphase, regelmäßige Kontakte zwischen Kindern und Eltern sowie Hilfeplangespräche. Auch gemeinsame Treffen, beispielsweise auf dem Spielplatz, können Teil dieser Zusammenarbeit sein. 

„Mit unseren Hilfen zur Erziehung unterstützen wir Kinder und Familien in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen. Dafür braucht es ein verlässliches Hilfesystem, das Familien auffängt, bevor Krisen sich verschärfen“, sagt Thiemo Fojkar, Vorstandsvorsitzender des IB. 

Kontakt 

Fragen zu den Wohngruppen in Burg: 

Melanie.Geiler@ib.de

Fragen zu Wohngruppen oder den Erziehungshilfen allgemein im IB: 

Angela.Romig@ib.de 

Heide-Katrin.Goeden@ib.de 

Kontaktdaten unseres Presseteams

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Pressesprecher
Telefon: +49 69 94545-107

Matthias Schwerdtfeger
Stellvertretender Pressesprecher
Telefon: +49 69 94545-108

Angelika Bieck
Stellvertretende Pressesprecherin
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